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Green Arrow #9
Autor:
Kevin Smith
Zeichner:
Phil Hester
Preis:
3,10 Euro
Erscheinungsdatum:
21. 02. 2002
Inhalt:
Nachdem Ollies alte Verbündete Batman, Black Canary und Arsenal im letzten Heft erfahren mussten, daß sie in Star City nichts mehr für Green Arrow tun konnten treten sie die Heimreise an. Während des Gespächs an Board des Jets bekommt der mitreisenden Jason Blood einen Name zu hören, der ihn aufschrecken lässt: Stanley Dover. Augenscheinlich hat er keine guten Erinnerungen an ihn, und befiehlt die Rückkehr nach Star City um Green Arrow zu retten.
Und tatsächlich: Der einst so gutmütige und freundliche Stanley hat die Zeit genutzt um Mia und Ollie in seinem Keller auf 2 gemütliche, kalte Opfertische zu schnallen. Als wäre das noch nicht fies genug hat er auch noch einen Jungen in einem Monsterkostüm in einer gigantischen Glasflasche eingesperrt. Der Zweck dahinter ist den Beschützers des Jungen, ein Monster namens Spot, aus der Reserve zu locken.
Der nette alte Mann ist in Wirklichkeit ein Okkultist der das Monster des Jungen benutzen will, um sich selbst unsterblich zu machen. Nebenbei will er noch die Welt beherrschen und träumt auch von allem Anderen was grössenwahnsinnige Oberschurken noch so gern haben.
Ganz in alter Bösewichtmanier lässt Stanley es sich auch nicht nehmen, seine Vorgeschichte zu erzählen, bevor er denn nunmal endlich zur Tat schreitet. Wir erfahren, wie er zu den dunklen Lehren fand, in welcher Beziehung er zu dem Jungen steht und was er mit Ollie und Mia noch so vorhat.
Währenddessen versuchen Arsenal und Co. sich Zutritt zum Haus zu verschaffen, kommen jedoch am Blutsiegel nicht vorbei. Dieses erlaubt nur Blutsverwandten der im Haus befindlichen Personen den Eintritt. Welch Glück, daß da gerade Green Arrow Connor Hawke vorbeikommt.
Kommentar:
War das Motto in den bisherigen Heften meist "Fragen, Fragen, Fragen" so bedinet uns kevin Smith hier mit "Antworten, Antworten, Antworten". Die Identität des Star-City-Schlitzers ist enthüllt ebenso wie seine Motive und der Bezug zum bereits gezeigten Monster. Die losen Enden der einzelnen Handlungstränge werden hier zusammengebunden.
Der Autor gibt sich Mühe die Ereignisse in Stanleys leben an Geschehnissen im DCU festzumachen. Wir bekommen eine Szene aus der "Sandman" Reihe von Neil Gaiman zu sehen. In dieser wird auf die Gefangenschaft des Sandman Morpheus hingewiesen. Erst die Begegnung mit diesem gefangengenommenn Wesen bringt Stanley dazu sein eigenes dämonisches Wesen fangen zu wollen. Ebenso begegnet der jüngere Stanley Dover einem gewissen Jason Blood.
Diese Charactere und Geschehnisse kommen vornehmlich aus dem Vertigo Universum, dem "erwachseneren" DCU mit dunkleren Charakteren und Geschichten. Ebenso wie die "Stanley und das Monster" Referenz tragen diese Verweise zu einer inneren Geschlossenheit der Geschichte bei, ganz einfach weil die Story im Rahmen des Comicuniversums das der Leser kennt "realistisch" wirkt. Da die "Stanley und sein Monster" Geschichten in Deutschland recht unbekannt sind, fällt der Wechsel bei diesen Characteren aus dem Funny-Bereich in düstere, ernste Gefilde kaum auf. Für die amerikanischen Leser muss dies allerdings schon ein wenig überraschend gekommen sein.
Insgesamt weiß diese Ausgabe absolut zu überzeugen. Ein wenig altbacken wirkt nur die Redseligkeit des Villains, der noch einmal die Geschehnisse seit seiner Jugend Revue passieren lässt, ohne jedoch Kaffe und Plätzchen zu reichen. So haben die Helden, welche zu Ollies Rettung eilen ja auch mehr Zeit eingreifen zu können, ist doch auch OK. Smith wird dies aber wohl mit Absicht so angelegt haben, vielleicht eine Remineszenz an die guten alten Bösewichter seiner Jugend.
Im nächsten Heft gibt es dann schon den Abschluss der Quiver Storyline, anders als geplant bereits nach 10 Heften, statt nach 12. Dafür bekommen wir aber die doppelte Dosis, denn in Heft 10 treten gleich 2 Green Arrows den bösen Buben auf die Finger.
Wer noch ein bisschen mehr zu Vertigo und Sandman wissen möchte, dem sei diese Seite ans Herz gelegt:
Das Vertigo Universum fing mal klein an, ist mit der Zeit allerdings auch recht unübersichtlich geworden. Die gelinkten Seiten sind nur für den Einstieg gedacht, aber wer sich mit den Superhelden-untypischen Charakteren und Geschichten anfreunden kann ist hier sicherlich gut aufgehoben. Interessant sind vor allen Dingen die Punkte 10 und 11. Dort findet ihr auch weiterführende Links die euch zu diversen Fanseiten führen. Viel Spass dabei.
Paskalis Siassios
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