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Flash: OWAW![]() Autoren: Geoff Johns Zeichner: Angel Unzueta Inks: Josč Marzan jr. Erscheinungsdatum: August 2001 Inhalt: In einem New Yorker Krankenhaus liegt ein alter, schwarzer Vietnam-Veteran, der aufgrund seiner Kriegsverletzungen seit Jahrzehnten unter völliger Bewegungsunfähigkeit leidet. Sein Arzt und seine Schwester, beide ein Paar, besuchen ihn, um ihm etwas Trost zu spenden, als plötzlich Darkseids Paradämonen über die Stadt hereinbrechen und Chaos und Verwüstung anrichten. Doch während alle Menschen fliehen, wird der Kriegsveteran vom Geiste des Black Racers, dem Todesgott Apokalips, beseelt, um in seiner Gestalt Tod über die Menschen zu bringen und somit ihrem Leiden ein Ende zu bereiten. In einiger Entfernung rauscht Flash gerade in Keystone City ein, wo an einem weltweiten Verteidigungsapparat gegen die Paradämonen gearbeitet wird. Doch erst nachdem Union Commissioner Kenyon die Arbeiter in einer pathetischen Rede begeistert, lassen sie den gerade abgehaltenen Streik fallen und arbeiten effektiv zusammen. Victor Stone alias Cyborg ist gerade in der Stadt und unterhält sich mit Flash über die neusten Veränderungen in seinem Leben und natürlich auch die Maschinerie zur Abwehrung von Darkseids Invasion. Die Keystoner Arbeiter sind beinahe fertig mit einem gewaltigen Röhrentunnel, der Flashs kinetische Energie in einen großflächigen magnetischen Impuls umwandeln kann. So würden die Flugeinheiten der Paradämonen ausfallen und sie müssten sich zurück nach Apokalips teleportieren. Doch plötzlich brechen die Paradämonen auch in Keystone ein, selbst gemeinsam können Flash und Cyborg sie nur mit Mühe davon abhalten, die Maschinerie zu zerstören. Flash gerät in noch schlimmere Probleme, als er ein kleines Mädchen vor dem tödlichen Energiestrahl des Black Racers rettet. Der Todesgott fordert Wally auf, das Mädchen sterben zu lassen, da ihre Zeit gekommen sei, und er somit nur die natürliche Ordnung repräsentiert. Black Racer droht Flash, niemand sei schneller als der Tod, doch das ist für ihn nur eine Herausforderung. Er schnappt sich das Mädchen und startet einen Wettlauf durch die Stadt mit dem Black Racer, der dabei ununterbrochen auf Flash einredet. Wally lockt seinen Gegner schließlich in die – mittlerweile fertiggestellte - Geschwindigkeitsröhre und lässt ihn am anderen Ende in eine Schallröhre laufen. So landet der Black Racer zurück auf Apokalips, während die Keystoner mit Flashs kinetischer Energie plus der zusätzlichen Geschwindigkeit des Racers weltweit alle Paradämonen ausschalten können. Der Black Racer (beziehungsweise sein menschlicher Wirt) kehrt gegen Abend nach New York zurück. Er muss eine letzte Tat vollbringen und den Freund seiner Schwester töten, da er am darauffolgenden Tag sowieso bei einer Schießerei sterben würde. Doch der Veteran will das seiner Schwester nicht antun und wehrt sich gegen den Einfluss der Racers, aber es hilft alles nichts. Der Arzt muss sterben, während er selbst gelähmt und traurig in seinem Bett zurückbleibt. Kommentar: Es mag daran liegen, dass der Black Racer wirklich kein besonders erntzunehmender Charakter ist. Oder es liegt daran, dass das Konzept dieser dämlichen Figur viel zu viele unlogische Fehler mit sich bringt. Irgendwie ist die ganze Geschichte nicht besonders spannend und die Rahmenhandlung, die offenbar besonders tragisch sein soll, reißt einen auch nicht mit. Der Black Racer sieht nicht nur zum Schreien aus, man kann einfach nicht anders, als vergebens nach der Logik zu suchen. Warum haben alle Götter Apokalips ihren eigenen, verschlagenen Charakter und verfolgen recht individuelle Ziele, während der Racer nur die Verkörperung einer Macht sein soll? Wenn er der Tod ist, warum kann er dann erst auf der Erde auftauchen, nachdem durch das ganze OWAW-Crossover Apokalips gerade im Orbit ist? Warum greift er sich völlig willkürlich Leute heraus und, und, und... Die Geschichte mit Erinnerungen an Vietnam beginnen zu lassen, dann abrupt in das Leben das Veterans und von dort aus nach Keystone City zu springen war auch nicht unbedingt clever, so fehlt irgendwie ein einheitliches Konzept. Ganz gut ist dagegen das Gespräch zwischen Wally und Victor geworden, die Dialoge sind stimmig, wirken nicht aufgesetzt und hätten ruhig über die unmotivierten Actionszenen ausgedehnt werden können. Denn dass Paradämonen keine echten Gegner für unsere Althelden sind, war sowieso klar, und zum Black Racer habe ich mich ja schon ausführlich geäußert. Die Zeichnungen sind wirklich hübsch. Angel Unzueta hat zwar nichts, was man nicht schon oft woanders gesehen hätte, aber gute Zeichnungen werden deswegen ja nicht schlecht. Vor allem hat er (oder sie?) ein glückliches Händchen fü Gesichter und Gesichtsausdrücke, einen so markant-kernigen Flash gab es auch schon lange nicht mehr zu sehen. Alles in Allem kein Meilenstein der Comicgeschichte und auch im Rahmen des OWAW-Zyklus nicht sonderlich wichtig. Titans-Freunde könnten gefallen daran finden, die Szenen mit Cyborg sind eben wirklich klasse, ansonsten bleibt aber nur unteres Mittelmaß. Lukas "ruppoman" Wilde |
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