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Identity Crisis #7



Identity Crisis #7Autor:
Brad Meltzer

Zeichner:
Rags Morales

Preis:
4,00 Euro

Erscheinungsdatum:
28.07.2005



Identity Crisis 7: Das Heldenleben

Da ich niemandem die Spannung nehmen will, erspare ich mir diesmal eine Inhaltsangabe und gebe gleich meinem Senf zum Comic ab.





Kommentar:

Das lange Warten hat endlich ein Ende, die Identity Crisis hat mit diesem Heft ihr Ende gefunden. Das Rätseln hat nun leider auch ein Ende, denn der Mörder wurde überführt. Nein, hier ziehte kein Masterplaner im Hintergrund seine Fäden und es wurde auch kein Held abtrünnig , wie man noch nach dem Ende des letzten Heftes befürchten musste.
Verblüffender Weise enthüllt Meltzer sogar schon recht früh in dem Heft die wahre Identität des Mörders.

Und Meltzers „Endlösung“ ist ernüchternd und auch schockierend, aber ich glaube, damit hätte er diese Mini Serie nicht treffender beenden können.
Auch wenn ich mir vorstellen kann, dass der eine oder andere vielleicht sogar enttäuscht sein wird. Denn diese Serie endet keineswegs mit einem großen Knall, und Action sucht man in diesem Heft vergeblich. Nein, diese Serie besinnt sich auch bei ihrem Ende auf ihre Stärken: Die fein ausgearbeitete Charakterdarstellung der Figuren und deren Reagieren auf Situationen. Hier muss man dem Autor einmal mehr ein Riesenkompliment machen. Eine wahre Meisterleistung!

So entpuppt sich auch die Entlarvung des Mörders als ein persönliches Drama, das einem Superhelden einen gehörigen Schlag versetzt. Hierzu wird es wohl zukünftige Ausgaben geben, die sich mit dem weiteren Schicksal des Helden beschäftigen werden.
Die Motive des Täters sind sowohl faszinierend als auch schockierend und geben dabei doch die einzig einleuchtende Antwort auf die Frage, wer von den Anschlägen profitiert. Übrigens ist es sehr angenehm, dass kein Superschurke oder sonst ein Metawesen dahinter steckte, sondern ein „normaler“ Mensch, der Jahre lang eigentlich nur ein Schattendasein führte.

Schön sind dann auch die letzten paar Seiten geworden, in denen zwar allgemeiner Alltag einzuziehen scheint, aber im Hintergrund doch die Auswirkungen der Serie spürbar bleiben.

Diesmal scheint mal wirklich das oft zitierte „nichts wird mehr so sein wie es war“ zu greifen. Und wenn man die „News“ von der Redaktionsseite liest, erfährt man, dass dies bei weitem nicht das Ende sein wird. Es werden also noch weitaus größere Dinge anstehen als in dieser Serie. Ob diese Ereignisse aber ebenso interessant und gut umgesetzt werden wie Identity Crisis muss abgewartet werden . Denn Identity Crisis ist eine ganz besondere Serie geworden , die nicht mit großen Kämpfen protzte, sondern die Figuren in den Mittelpunkt der Story stellte und das ist eine Leistung, die nur selten eine Superhelden Serie vermochte.

Und ganz zum Schluss noch mal ein Applaus für den Zeichner Rags Morales, der mit seinen Zeichnungen einen nicht gerade kleinen Anteil daran hatte, dass diese Serie so gut wurde. Obwohl man ihm vielleicht mal sagen sollte, dass die Kents inzwischen eine Verjüngungskur erhielten...


Fazit :
Ein würdiges Finale einer Serie, die man sicher nicht so schnell vergessen wird und die nur schwer zu toppen sein wird !


Stefan Segle



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