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DC Premium #35Batman - Waffenwahn Autor:Ann Nocenti Zeichner: Ethan Van Sciver Übersetzer: Christian Heiß Erschienen: 20.01.2005 Preis: 11,50/16,50 € (SC/HC) 100 Seiten Enthält: Batman and Catwoman: Trail of the Gun #1, 2; Die Story fängt mit einem gepflegten Massaker an. Und mittendrin befindet sich Catwoman, die langsam wieder erwacht, wie aus einem wahr gewordenen Alptraum. Um sie herum nur Tote. Was sich jetzt entwickelt, ist eine Rekonstruierung der letzten Tage, um das Unerklärliche zu erklären. Schnell findet sie aber heraus, wie sie in diese Situation kam, wenn sie auch noch nicht alle Hintergründe kennt: Die Toten sind Männer und Diebe, die wie sie hier etwas stehlen wollten. Und zwar was ganz besonderes: Eine Waffe, die in der Lage ist, niemals ihr Ziel zu verfehlen. Eine Waffe, welche niemals ihr Ziel verfehlen kann – was für eine Gefahr wäre sie! Wer sie besitzt, hat die Macht, und so ist es kein Wunder, dass jeder hinter ihr her ist, wenn auch aus den unterschiedlichsten Motiven. Es ist also nur zu verständlich, dass die Existenz einer solchen Waffe auch medial ausgeschlachtet wird und jeder meint, etwas dazu sagen zu müssen. In einem Land, in dem es mehr Sicherheitsbestimmungen für Teddybären gibt, als für den Erwerb einer Waffe, ist es keine Seltenheit, dass durch Schusswaffen Familientragödien ausgelöst werden. Geschickt verpackt die Autorin Ann Nocenti diese in Amerika sehr kontrovers diskutierte Problematik, verwurstet noch zwei Vater/Sohn-Konflikte, strickt eine wilde Jagd drum herum... Und heraus kommt eine Story, die dennoch nachvollziehbar und spannend ist. Die Hauptrolle nimmt eher Catwoman ein, die diese Waffe stehlen will, um sich in einem sportlichen Kampf als die Diebeskönigin von Gotham City zu profilieren. Trotz vieler Hindernisse und unvorhersehbaren Wendungen und Allianzen gelingt es ihr am Ende natürlich, aber bis dahin ist es ein blutiger Weg.
Die Autorin Ann Nocenti bezieht ziemlich klar – aber niemals moralinsauer – Stellung gegen eine Gesellschaft, die durch Waffenbesitz selbst verantwortlich ist für die vielen Toten und das dadurch entstehende Leid. Sie lässt eine Garde von Charakteren aufmarschieren, die repräsentativ ist, für Waffen-Befürworter und Waffen–Gegner - Für Argumente, die für den Waffenbesitz sprechen und dagegen. Und am Ende gibt sie die Erklärung, warum so sehr viele Menschen fälschlicherweise Waffen besitzen wollen: Sie wollen Macht in ihrer Ohnmacht. Aber wahre Macht kommt nicht durch den Besitz von Waffen, sondern durch das Loslassen eben dieser. Dies wird durch Catwoman symbolisiert: Auch sie hat eine harte Kindheit und wünscht sich eine Änderung ihrer Situation – sie wird zur Königin der Diebe und bekommt die Waffe, lässt sie aber wieder und ist gerade dadurch glücklich.
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