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DC Crossover #1: JLA/Witchblade
Autor:Len Kaminski Zeichner: Mark Pajarillo Preis: 7,95 DM Erscheinungsdatum: 10. 05. 2001 Inhalt: Die Witchblade, eine Waffe von schier unglaublicher Macht, die sich stets die stärkste Frau als Wirt aussucht, wird von dem machtbesessenen Lex Luthor gejagt. Dieser wurde von Kenneth Irons, einem nicht minder intriganten Mann, beauftragt, die Witchblade für ihn zu beschaffen, und als manipulativer Geschäftsmann, der sogleich den Gewinn für sich selbst sieht - die Möglichkeit, Tests an der Witchblade vorzunehmen - stimmt er natürlich gern zu. So kommt es, dass die gegenwärtige Trägerin der Witchblade, Sara Pezzini, schwer verwundet bei ihrer alten Freundin Barbara Gordon alias Orakel in Gotham City auftaucht. Um ihrer Freundin zu helfen, läßt Barbara diese zum JLA-Wachturm teleportieren. Während Batman und Huntress von einer von einem Bruchstück der Witchblade besessenen Orakel fast getötet werden, ereignet sich auf dem Wachturm nahezu das Gleiche: Wonder Woman wird als stärkste Frau von der Witchblade übernommen und greift sogleich ihre Teamkameraden an. Wie soll die JLA die stärkste Frau aus ihren Reihen besiegen, die zudem noch mit schier unendlicher Macht ausgestattet ist? Kommentar: Dass Crossover von der Geschichte her nicht immer das Gelbe vom Ei sind, ist bekannt, doch dass man sich so eine an den Haaren herbeigezogene Story ausdenkt, lässt eine gewisse Ideenarmut des Autors vermuten. Zudem strotzt die Story nur so vor logischen Fehlern, aber das ist ja bei beinahe jedem universumübergreifenden Crossover schon geradezu inbegriffen. Als Beispiel wäre nur mal das Verhältnis Saras zu Barbara zu erwähnen, denn bislang sind die beiden nie zusammen in einem Heft aufgetreten, so dass ihre "Freundschaft" eigentlich unmöglich sein müsste. Auch ist es schade, dass Sara im Crossover eher eine untergeordnete Rolle spielt und eigentlich nur ein besserer Gaststar ist. Dort hätte man mehr auf Saras Probleme mit der Witchblade eingehen sollen. Auch dass das Verhältnis zwischen Luthor und Irons eher im Hintergrund bleibt und eigentlich keine direkten Auswirkungen auf die Entwicklung der Story hat, ist zu bemängeln. Als positiver Punkt wären allerdings die Zeichnungen zu nennen. Sie wurden gekonnt den jeweiligen Zeichnungen der beiden Serien angepasst. Die Aufmachung ist, wie von Panini gewohnt, natürlich erstklassig. Die Übersetzungen überzeugen auf ganzer Linie, und es kommen auch ein paar Gags gekonnt herüber, was bei so manch anderem Verlag leider nicht selbstverständlich ist. Fazit: Als eines der ersten Hefte ist es dennoch sehr gelungen, die Aufmachung ist erstklassig und die Übersetzung ebenso, auf jeden Fall eine Empfehlung, auch wenn die Story ein paar Schwächen hat. Manuel Münster |
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