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Detective Comics


Nur wenige Comicserien können auf eine derart lange Tradition zurückblicken wie DCs Detective Comics. Seit Batmans Debüt in der 27. Ausgabe vor über 62 Jahren warten fleißige Autoren Monat für Monat mit neuen Abenteuern um den dunklen Ritter auf, selbst die eigentliche "Batman"-Serie ist jünger. In der ganzen Zeit kam es natürlich oftmals zu Veränderungen und Neuorientierungen, einen der drastischsten Kurswechsel vollzog DC aber erst vor sehr kurzer Zeit.

Erinnern wir uns an die selige Dino-Zeit zurück. Unter den verschiedenen monatlichen Serien um den Detektiv wählte Dino die zwei wichtigsten aus, nämlich "Batman" und eben "Detective Comics". Spätestens vier deutsche Hefte später hatten sich die dramatischen Unterschiede zwischen den beiden Serien herauskristallisiert und die Fans bereits in zwei Lager gespalten. Während das 'Tec-Team um Chuck Dixon und Graham Nolan mit leicht verdaulicher Actionkost jedermann zufrieden stellte, gingen die Exzentriker Doug Moench und Kelley Jones in ihrer Serie "Batman" völlig andere Wege. Die skurrilen Stories waren vielen Lesern einfach zu abgedreht, nicht zuletzt wegen Jones' expressionistischem Zeichenstils. US-Batman wurde eine einzigartige Serie für eine exklusive Gruppe fanatischer Anhänger, Detective Comics blieb mit Standard-Comicfutter bei den Durchschnittslesern. Und dann kam das Niemandsland.

Die größte Batman-Story aller Zeiten war nicht nur inhaltlich eine Zeit des Experimentierens. DC nutzte die Gelegenheit auch gleich, um ordentlich aufzuräumen und neue Talente an den Schöpfertisch zu lassen. Insgesamt dürften während des Niemandslandes wohl mehr Köpfe an den Heften mitgearbeitet haben, als es abgeschlossene Stories gab. Doch auch diese Zeit ging zu Ende, sie bescherte uns einige großartige Geschichten, die wir wohl so schnell nicht vergessen werden, man denke nur an das atemberaubende Finale. Doch das Comic-Geschäft musste weitergehen, wohin nun mit den monatlichen Serien?
US-Batman wurde unter Scott McDaniel und wechselnden Autoren zu einer gestylten Actionserie, die "Batman als Superheld" fokussiert. Die "Shadow of the Bat"-Nachfolgeserie "Gotham Knights" setzt starke Akzente auf den Teamaspekt, die gesamte "Bat-Famile". Und "Detective Comics"? Nun, man besann sich auf die eigentliche Bedeutung des Titels zurück und tauchte die Serie in ein wunderbar atmosphärisches "Film Noir"-Ambiente, mit Batman als dem großen Detektiv. Als Autor wurde der überaus talentierte Greg Rucka verpflichtet, die Wahl des Zeichners fiel auf Shawn Martinbrough. Und damit haben die Probleme begonnen!

Shawn Martinbroughs stilisierter, schnörkelloser Zeichenstil entspricht nämlich ganz und gar nicht der Norm. Er kreiert keine detaillierten Panorama-Bilder, verzichtet fast gänzlich auf Schraffierungen und arbeitet stattdessen mit einem harten Schwarzweiß-Kontrast. Die sehr... exzentrische Farbgebung tat ihr übriges, um Detective Comics dem Durchschnittsleser vollends suspekt zu machen. Die Koloristen tauchen jede Ausgabe im Grunde immer nur in zwei verschiedene Farben, die höchstens in der Helligkeitsstufe variieren. Um es kurz zu machen: Bei ersten Durchblättern ist man irritiert!
Wer dennoch diese Hürde überschreitet und zu lesen beginnt, wird unweigerlich von Ruckas Schreibkunst in den Bann gezogen. Rucka schreibt ohne Ausschmückungen und wenig pathetisch, fast schon befremdlich realitätsnah. Zum Glück kann er das perfekt mit seinem einmaligen Talent kombinieren, Personen mit wenigen Worten einfühlsam zu charakterisieren. In "Detective Comics" werden psychologische Geschichten erzählt. Nicht auf die Art, wie es Devin Grayson in "Gotham Knights" mit literarisch komplexen Texten vorführt (mit beachtlichen Ergebnissen), Rucka hat einen viel subtileren und einfühlsameren Stil. Mit wenigen Worten und einigen bewussten Pausen bzw. Leerstellen schafft er, wofür andere seitenlange Texte bräuchten.
Ähnlich sieht es auch mit seinen Storyplots aus: Monat für Monat schafft er einfache Detektivgeschichten, im positivsten Sinne. Er kreiert dabei keine furchteinlössenden Schurken oder weltweiten Bedrohungen. Rucka erzählt einfach nur gute Stories, atmosphärische Geschichten von einem Mann, der Menschenleben schützen will. Schnörkellos, einfühlsam, brillant. Und wenn man an diesem Punkt angelangt ist, hat man auch schon längst begonnen, die Zeichnungen zu lieben!

Es ist nicht schwer nachzuvollziehen, warum "Detective Comics" (zumindest momentan) nicht zum Programm von DC Deutschland gehört. Die Serie ist einfach nicht reißerisch genug und viel zu schlicht, um ein Grafik- und Special-Effects-verwöhntes Publikum anzulocken. Geniale Stories sind eben bei weitem nicht so attraktiv wie computergenerierte Hintergründe. So entgeht einem aber leider eine der besten Serien der letzten Jahre; einen derart realistischen (monatlichen) Batman gab es sogar schon lange nicht mehr. Wer Jeph Loebs Meisterwerk "The Long Halloween" geliebt hat, weiß, wie viel Atmosphäre und Stimmung bedeuten können, Rucka und Martinbrough kommen da schon ziemlich nahe heran. Selten hat das Wort "Geheimtipp" so gut gepasst wie hier, "Detective Comics" ist zu einem absolut einzigartigen - wenn auch exzentrischen - DC-Highlight geworden.
Wer es nicht glaubt, ist selbst Schuld und verdient auch kein Mitleid! .


Lukas "Ruppoman" Wilde - Juni 2001


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