Superman & Batman Generations II
Gesamt-Kommentar
Was bleibt nach dieser Nachfolgeserie für ein Gefühl? Hat es sich gelohnt?
Um ehrlich zu sein, ich weiß es nicht.
Auf der einen Seite ist es ein gelungenes Sequel zu einem guten Vorgänger. Auch hat John Byrne nicht den Fehler gemacht, neue Geschehnisse in das Leben von Bruce Wayne und Clark Kent einzubringen. Er konzentriert sich eher auf das umliegende Universum. Byrne füllt es mit Leben aus, indem er zahlreiche neue Charaktere einführt, die mit den "realen" DCU-Vorbildern gerade mal den Namen teilen.
Und das stört mich auf der anderen Seite auch wieder. Byrne bringt einfach zu viele neue Charaktere ins Spiel. Er konzentriert sich nicht auf einige Darsteller, die er dann im Laufe der Serie genauer beschreiben könnte. Aber nein, eher das Gegenteil geschieht: Er erdenkt sich in jeder Ausgabe neue Akteure, die im weiteren Verlauf ignoriert werden.
Als Beispiel sei einmal Barbara Gordon genannnt, die als Batgirl in Nummer #2 auftaucht, und in der Zweitstory derselben Ausgabe gleichzeitig ihren letzten Auftritt hat.
Dem Leser wird sie einfach so hingeworfen, sie verschwindet wieder, und er muss sie akzeptieren. Charakterisierung? Null.
Aber gerade diese Charaktere sind interessant, weil sie das imaginäre Universum von Generations bereichern. Byrne führt sie ja schließlich ein, um seine kleine Welt komplexer zu gestalten, damit bestimme Ereignisse aus der ersten Mini-Serie klarer werden oder nachträglich stärker wirken.
Für sich alleine genommen, fehlt der Miniserie der rote Faden, der es ihr ermöglicht, mit den guten Geschichten auf eigenen Füßen zu stehen. Erst, wenn man sie in den Kontext des Vorgängers stellt, macht das Lesen richtig Sinn. Und das ist einfach schade!
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Götz 'Comicfreak' Piesbergen
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