Text und Zeichnungen:
Frank Miller
Farben:
Lynn Varley
Preis:
$ 7,95
Inhalt:
Ein Alien wird von Bruce kontaktiert, der ihm Bilder von der Erde zeigt. Das Alien verabschiedet sich von seiner Familie und wird zu einer Green Lantern, die sich sogleich auf den Weg zur Erde macht.
In Metropolis ist Captain Marvel am Sterben. Er kann nicht Billy Batson werden, da Billy schon lange tot ist. Und so ruft er ein letztes Mal Shazam, und stirbt.
Unterdessen diskutieren die Medien das Auftauchen der Superhelden und die Reaktionen darauf, während Bruce seine Ansprache hält. Er warnt Luthor und Brainiac, dass ihre Zeit vorbei sei, und die Massen jubeln ihm zu.
Zwei Wochen später besucht Lara ihren Vater in Metropolis, wo er sich durch die Trümmer wühlt und Überreste seines früheren Lebens findet. Als sie ihn fragt, wer oder was Kandor ist, fliegt er gemeinsam mit ihr fort. Unterwegs klärt er sie über Sex mit den Terranern auf, und die beiden haben unterschiedliche Standpunkte über die Menschen. Plötzlich nimmt Bruce mit Superman Kontakt auf. Bruce fragt Clark, wieso er so unter der Knute Luthors stehe, als ihm die Antwort einfällt. Es ist Kandor.
Bruce will die Stadt zurückstehlen und sagt Superman und Supergirl, dass sie nun für ihn arbeiten, was Supergirl gar nicht gefällt. Doch Clark macht ihr klar, dass Bruce ihre einzige Hoffnung sei. Plötzlich kommt es zu einer holographischen Störung, und Lara hört Bruce sterben.
Anderswo wird ein Waisenheim gestürmt, und heraus kommen merkwürdige Kreaturen, die man eigentlich nicht mehr als Kinder bezeichnen kann.
Green Lantern nähert sich der Erde und wundert sich, weshalb ausgerechnet Bruce die größte Hoffnung darstellen sollte.
Carrie nimmt Kontakt mit einem Mädchen auf, dass sich Saturn Girl nennt in die Zukunft blicken kann. Carrie lädt sie ein, dem Team beizutreten, als Saturn Girl plötzlich eine Vision von einem zusammengeschlagenem Catgirl bekommt. Jemand, der sie und Batman hasst und sich wie der Joker verkleidet, hat sie so zugerichtet. Catgirl verlässt sie, und denkt daran, dass sie den Joker vor zwei Wochen umgebracht hat.
Das Militär nähert sich Gotham, wird jedoch von Superman aufgehalten.
Lara unterwirft sich Brainiac, damit dieser Kandor verschont. Während er sie verdrahtet, zeigt er ihr Kandor, und sie weint. Mit dieser Träne gelangt Atom in die Flaschenstadt hinein. Unterdessen ist der noch lebendige Batman ein Gefangener Lex Luthors, der ihn verprügelt. Luthor will Metropolis zerstören. Superman verteidigt weiter Gotham, während Green Lantern fast die Erde erreicht hat. Atom befreit Kandor von Brainiac.
Lex will die Zerstörung von Metropolis genießen, als eine grüne Energiewelle die ganze Erde einhüllt. Die Energiewelle stammt von Green Lantern, der damit die Waffen aus dem Orbit der Erde entfernt hat. Danach verlässt er den Planeten wieder. Batman hat das die ganze Zeit geplant, er hat sich nur fangen lassen, um Luthors Gesicht sehen zu können. Dann bricht der Junge von den Hawks durch das Fenster, und tötet Luthor.
Lara will Brainiac töten, und bekommt Unterstützung von den befreiten Kandorianern. Gemeinsam mit diesen feuert sie einen Hitzeblick auf Brainaic ab, der ihn tatsächlich tötet.
Auf dem Rückweg von Metropolis wird Bruce von Catgirl gerufen, die gerade langsam von dem Joker umgebracht wird, der offensichtlich unverwundbar ist. Erst als Bruce kommt, hört der Joker auf. Bruce aktiviert die Selbstzerstörung der Höhle, und nennt den Joker Dick Grayson. Als die Bathöhle dann explodiert, wird er von Superman gerettet, während Dick stirbt.
Die Erde gehört jetzt Superman und seiner Tochter, während Bruce mit Catgirl zusammen ist.
Kommentar:
Teilweise geriet ich während des Lesens wirklich in Versuchung "Na Also, es geht doch!" zu sagen. Meistens kam direkt danach aber der Drang, meinen Kopf vor lauter Verzweifelung an den nächstbesten Schrank zu schlagen.
Ja, teilweise hatte ich wirklich den Eindruck, als ob Frank Miller sich verbessert hätte. Einige Szenen sind echt gut gelungen, wenn er auch wieder an Hintergründen gespart hat. Aber dafür ist ja meistens Lynn Varly da. Hier ein paar Farbeffekte, da ein paar knallige Explosionen, fertig ist der Hintergrund. Dass die Kolorierung größtenteils mies ist, muss ich wohl nicht noch mal extra erwähnen.
Story: Was wir hier haben soll eine klassische "Wachablösung" darstellen, mit einigen alten, störrischen Eseln. Das Problem, das Frank Miller dabei hat, lautet: Zu viele Ideen! Das zeigt sich bei Green Lantern, das zeigt sich bei dem Joker, das zeigt sich bei Saturn Girl. Alles wird irgendwie schnell angedeutet, aber nie ordentlich zu Ende geführt. Ergebnis: Eine Story, die hin und her springt, um so viele Ideen wie möglich unter einen Hut zu kriegen.
Und dann, so ganz plötzlich, endet die Hauptstory um Brainiac und Luthor. Beide Schurken sind besiegt, Punkt, Komma aus! Aber da ja noch Seiten zu füllen sind, wird noch mal eben schnell auf Dick Grayson, dem Joker-Robin eingegangen, der sich ziemlich stark verändert hat. Nur, dass Miller es nicht schafft, die Story interessant genug zu machen, nicht als Seitenfüller zu enden!
Die Hauptperson ist für mich immer noch Superman, der sich in dieser Ausgabe endgültig von den Idealen der Vergangenheit löst. Dennoch wirkt er wie ein normaler Mensch, wenn er mit seiner Tochter Lara über Sex redet.
Und Bruce? Naja, er ist der große Bastard, der immer recht gehabt hat. Die Tatsache, dass er stirbt, nur um dann später von Luthor verprügelt zu werden, stört erstaunlicherweise nicht. Vielleicht, weil es eben ein Detail ist, das untergeht.
Hat sich die Wartezeit auf die #3 gelohnt? Wenn man ein Superman-Fan ist, ja.
Superman hat mit Abstand die am besten gezeichneten und kolorierten Szenen. Ironischerweise profitiert er am besten von der ganzen DK2-Geschichte, er, und seine Tochter.
Wenn man ein Fan von Batman ist, ist es ein Fall von Geschmacksache. Ich fand seine Szenen in dieser Ausgabe nicht so berauschend.
Fazit: Mittelmäßig bleibt mittelmäßig.
Götz "comicfreak" Piesbergen