Birds of Prey Secret Files and Origins 2003
Autoren:
Gail Simone, Paul Storrie, Scott Young
Zeichner:
Joe Bennett, Jeffrey Henderson, Phil Winslade
Preis:
4,50 $
Erscheinungsdatum:
25. Juni 2003
End to End:
Dem Reporter McCannis wird in seinem Büro vom Pinguin aufgelauert, der ihn über eine Frau ausfragt. Und als Dank für die Kooperation wird der Reporter in die Luft gesprengt.
Black Canary und Oracle sehen gemeinsam fern, es läuft gerade eine Reportage über die Geschichte von Black Canary. Plötzlich wird Canary auf die Explosion im Gebäude des Revealers, dem Revolverblatt für das McCannis gearbeitet hatte, aufmerksam. Black Canary entdeckt daraufhin in der Zeitung einen Artikel über eine Frau, die vom Pinguin schwanger ist.
Black Canary heftet sich bald an die Fersen von zwei Schlägern des Pinguins, die die Frau suchen. Black Canary kommt ihnen zuvor und kümmert sich um die Frau. Sie verhilft ihr zur Flucht, hält die Gauner ein Weilchen auf, und fährt dann mit ihr auf ihrem Motorrad davon. Bei der Flucht wird Canary angeschossen und muss in eine U-Bahnstation fahren. Sie wird von der schwangeren Frau notdürftig versorgt, und geht dann gemeinsam mit ihr in einen Schacht. Leider werden die beiden bald vom Pinguin und seinen Leuten eingeholt. Canary kann diese Gruppe jedoch trotz ihrer Verletzungen stoppen, und bricht dann zusammen.
Später ist alles wieder im Lot.
Kommentar:
Gail Simone schreibt hier eine nette kleine Story, die einfach Spaß macht zu lesen. Sie macht sich erst gar nicht die Mühe, eine tiefgründige Geschichte zu schreiben, sondern konzentriert sich ganz auf eine lockere, leichte Story.
Wir lernen ein bisschen was über Black Canary, und etwas über ihr Teamplay mit Oracle. Oracle selbst bleibt im Hintergrund, und kümmert sich um die Umstände und um Hinweise. Man wird ihrer gar nicht erst bewusst.
Und dennoch bleibt die Story gut.
Wir haben eine riesige Verfolgungsjagd in diesem Heft. Jede Menge „Crime und Action“. Eine Geschichte, die von allem etwas nimmt, nur nicht von den typischen Superheldenklischees. Und das tut ihr gut.
Dazu kommen noch die Zeichnungen von Joe Bennett, der Black Canary extrem sexy zeichnet, ohne sie gleich zu einer Anziehpuppe zu machen. Und er setzt die Story extrem stimmig um. Die Atmosphäre, sowie die einzelnen Perspektiven, die er wählt, lassen das ganze wie einen Film wirken.
Fazit: Endlich wieder eine gute Secret Files-Geschichte.
Flip Side:
Eine Deal mit Meta-Drogen wird von Huntress unterbunden. Plötzlich kommt Black Canary mit dazu, und während beide sich um die Gauner kümmern, tauschen sie sich aus, und empfinden Sympathie für einander.
Kommentar:
Die Geschichte zeigt uns ein Treffen zwischen Black Canary und Huntress. Na und, könnte man sich jetzt fragen, was soll mich das kümmern?
Kümmern nicht, aber lesen. Denn die Geschichte lässt sich locker verschlingen, und zeigt uns, dass Black Canary mit Huntress vollkommen vorurteilslos umgehen kann. Und das lässt sich super lesen.
Jeffrey Hendersons Zeichenart erinnert an eine Art Mischung aus Jim Aparo und „Animated Stil“. Sie trägt die Handlung locker und gut, und ruft eine erstaunlich gute Atmosphäre hervor!
Who's next:
Oracles ursprünglicher Agent Power Girl kündigt, und Oracle sucht nach einem Ersatz, bis sie auf Black Canary stößt.
Kommentar:
Die Geschichte dient der Überbrückung. Dass Power Girl Oracles ursprünglicher "Field Agent" war, hat Chuck Dixon in einer BoP Ausgabe enthüllt. Und diese Geschichte überbrückt die bislang unbekannte Phase, die zwischen dem Heft, und der ursprünglichen BoP Miniserie lag.
Die Zeichnungen von Phil Winslade schaffen es problemlos, diese eigentlich sehr statische Geschichte zu tragen.
Fazit:
Endlich mal wieder ein gutes Secret File! Und der perfekte Einstiegspunkt für neue Leser!
Götz 'comicfreak' Piesbergen
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