Autor:
John Francis Moore
Zeichner:
Rick Hoberg, Stefano Gaudiano, Steve Lieber
Erscheinungsdatum:
Dezember 2002
Preis:
2.95 $
Chapter Eight: Blackout
Batman bricht in das Hauptquartier des Netzwerkes ein. Doch alle sind ausgeflogen und Batman aktiviert aus Versehen eine Falle, aus der er gerade noch entkommen kann.
Das Netzwerk bereitet sich auf den finalen Akt vor, trotz ihrer Entdeckung. Und während Batman noch mal alles durchdenkt, setzt Celia ihren Plan in Gang. Und Batman trommelt seine Truppe zusammen. Black Canary, Orpheus und sogar Huntress werden mit dazu geholt. Unterdessen wird der Undercover Cop vom Suicide King entlarvt, und es klärt sich einiges auf.
Am Abend hat Bruce Wayne ein Dinner mit Celia. Die beiden plaudern ein bißchen miteinander, und Celia erinnert sich an ihre letzte Begegnung mit Bruces Mutter. Diese hatte damals herausgefunden, dass Celia wichtiges Geld veruntreut hatte, konnte jedoch nichts dagegen machen. Als Celia sich auf den Weg macht, wird sie von Black Canary verfolgt. Doch dann lässt Celia Freeway ganz Gotham den Strom abdrehen. Und Chaos macht sich in der Stadt breit. Oracle berichtet Batman, Celia wolle während des Blackouts Gotham und Wayne Enterprises ruinieren.
Robin und Spoiler vereiteln den Raub eines LKWs, an dessen Bord sie Kostüme des Trackers finden.
Im Anwesen der Rossetis wird Gabriel Rosseti vom Suicide King verraten.
Und während Batman versucht, das Chaos in der Stadt einzudämmen, will Oracle herausfinden, wohin das Geld transferriert wird. Und Black Canary verfolgt den Wagen von Athena bis zum Anwesen der Rossetis, wo der Doctor den Großvater von Gabriel wieder zum Laufen bringt. Er hat ihn anscheinend geheilt. Und Athena erklärt Cesare, dass Cesare mit ansehen muss wie ihm alles genommen wird -aus Rache für den Tod ihres Mannes. Als sie geht, zündet sie noch das Anwesen an.
Der Suicide King plündert noch ein bißchen das Anwesen, als er von der Huntress überrascht wird. Er kommt zum Kampf zwischen den beiden. Huntress gewinnt, weil die Maske des Kings Feuer fängt, und er aus dem Fenster stürzt. Nightwing kämpft gegen Mr. Fun, hat jedoch kaum eine Chance. Erst Black Canary kann ihn mit ihrem Schrei lahmlegen. Batman erfährt, dass Batgirl Bugg ausgeschaltet hat, ehe er dann Celia aufhält. Celia gibt sich unantastbar, bis Freeway Batman angreift. Der kampf gegen Freeway ist für Batman etwas schwierig, doch am Ende gewinnt er. Um zu entwischen schießt Celia auf einen Tanklaster, der gerade in der Nähe steht, und der dann auch explodiert.
Am Ende hat Gotham wieder Strom, und Celias Gruppe bereitet sich darauf vor zu fliehen, und wieder von Vorne zu beginnen. Und Bruce Wayne bedankt sich bei seinen Allierten, bei seiner Familie, und ist stolz darauf, sie an seiner Seite zu haben.
Kommentar:
Viele Köche verderben den Brei, heißt es. Würde man das auf die Anzahl der Zeichner in dieser Ausgabe ummünzen, wäre dieses Heft schlecht.
Aber das ist sie Gottseidank bei Weitem nicht! Sie ist phänomenal!
Es ist wie mit den Domino-Steinen... Fällt einer um, fallen alle um. Celia lässt die Steine fallen, und der Batman Familie gelingt es mit Mühe und Not, den Dominoeffekt aufzuhalten.
Und wie sie das tun, ist einfach nur...herrlich! Nahezu jeder Charakter bekommt noch einmal seinen Auftritt, und sei er noch so kurz. Jedem Akteur wird es, so gut es geht, gerecht gemacht.
Und was bleibt am Ende? Wir haben eine angeschlagene Celia, die sich jedoch nicht unterkriegen lässt. Am Ende bleibt, dass das Netzwerk zwar eine Schlappe einstecken musste, aber dennoch auf dem Weg in die Freiheit ist. Es bleibt ein Gefühl des Sieges und der Niederlage zugleich.
Keine Zweifel, mit dieser Ausgabe wurde die Rolle, die die Batman Familie einnimmt, noch mal neu definiert.
Ebenso, wie die Rolle von Bruce Wayne noch einmal neu definiert wurde. Frage ist jetzt bloß, ob diese neuen Definitionen in den Hauptserien übernommen werden, oder nicht. Aber das wird die Zeit zeigen.
Was den Plot an sich angeht, so ist dieser der Stoff für eine hervorragende Kriminalgeschichte. Alles, was Celia gemacht und getan hat, lief darauf hinaus, ein paar Sekunden lang dem krebskranken Cesare Rosetti ins Gesicht zu sagen "das ist meine Rache"! Eigentlich unglaublich, aber dem ist so.
Was mich nur etwas gestört hat war, dass zum einen Orpheus nur kurz auftauchte, und dass das Schicksal von Mr. Fun am Ende ungeklärt blieb. Aber das sind auch die einzigen Kritikpunkte, die mir aufgefallen sind.
Die Zeichner unterscheiden sich auf den ersten Blick nicht so sehr. Rick Hoberg pflegt einen Stil, der stark von der Zeichentrickserie beeinflusst zu sein scheint. Steve Lieber zeichnet sehr düster, während Stefano Gaudiano ein Mittelding hinbekommt. Doch, wie gesagt, diese Unterschiede fallen einem erst auf, wenn man genau hinguckt. Eins haben alle drei gemeinsam: Sie zeichnen ein grandioses Heft!
Fazit: Ein perfekter Abschluss für eine perfekte Miniserie.