|
|
Birds of Prey
Text: Gail Simone
Zeichnungen: Michael Golden, Ed Benes, Cliff Richards, Joe Bennet, Ron Adrian, Eric Battle, Jim Fern
Inking: Alex Lei, Bob Lea, Mike Manley, Scott Hanna, Michael Golden, Ruy Jose, Rodney Ramos, Steve Bird
Prestige: € 12,50
farbig
Aus dem Amerikanischen von Christian Heiss
Panini/DC Comics
Enthält: US-Birds of Prey #64-75;
So rasant wie der erste Sonderband geendet hatte, geht es im zweiten weiter. Oracle wurde entführt und es stellt sich heraus, dass Senator Pullmann seine Finger im Spiel hat. Er hat ein böses Geheimnis und das möchte er mit allen Mitteln weiterhin nicht an der Öffentlichkeit wissen.
In der Zwischenzeit nimmt sich Black Canary nach den Ereignissen aus Heft #1 und #2 und dem ersten Sonderband eine Auszeit und besucht in Hongkong ihren alten Lehrmeister Sensei Otomo, der im Sterben liegt. Dort trifft sie auf eine andere Schülerin von ihm: Lady Shiva. Aber, obwohl der alte Mann schon im Sterben liegt, wird seine Lebenszeit noch verkürzt und ermordet. Der Verdacht fällt auf die Killerin Cheshire. Obwohl diese Ereignisse am anderen Ende der Welt spielen, wird man am Ende sehen, dass sie alle zusammengehören.
Die Rettung gelingt zuletzt, weil Savant (Brian Kenneth Durlin) und Creote sich auf die Seite der Birds schlagen. Ein sehr riskanter Schachzug von Oracle, sie auf ihre Seite zu ziehen, denn das Verhältnis von Black Canary und Huntress zu diesen Beiden ist verständlicherweise nicht gut.
Oracle beschließt Savant und Creote auf Spezialfälle anzusetzen, bei denen keine Zusammenarbeit mit Huntress oder Black Canary nötig sind. Ihr erster Fall ist der Drogenring von Tom Paul Jussub.
Jugendliche Mitglieder einer Sekte begehen Selbstmord. Ihre Leichen werden in Kostümen von toten Superhelden gefunden. Die Nachforschungen von Oracle ergeben, dass ein Kult in Oregon - genannt "Second Haven" - dahinter stecken soll. Huntress macht sich auf den Weg dorthin. Der Führer dieses Kultes - Sovereign Brusaw - hat mehrere Metawesen in seiner Gewalt, darunter auch Vixen.
Brusaw ist in der Lage, Gedanken zu kontrollieren. Und der Herr, an den er glaubt ist Brainiac.
Die letzte der zwölf Geschichten schließt an die Ereignisse von den Kriegsspielen aus der monatlichen Batman-Serie an. Der Clock-Tower von Oracle ist zerstört und Oracle und ihre Agentinnen müssen sich eine neue Basis für ihre Operationen wählen. Hier lässt sich Simone eine unerwartete Lösung einfallen: Es ist eine mobile Basis in einem Flugzeug, aber nicht irgendeinem Flugzeug, sondern die "Aerie One". Ein mit allen technischen Spielereien voll gestopftem High-Tech-Flugzeug von Kord Industries. Es ist so etwas wie ein "Fliegendes Batmobile", wie Simone selbst sagt.
Unsere drei Actionbabes erleben leider vorerst(?) im vierten Sonderband die letzten Geschichten hier auf dem deutschen Markt. Der für Februar angekündigte fünfte Sonderband wird nicht erscheinen. Erstaunlich, denn weder an der soliden bis sehr guten Autorin kann es liegen, noch an den sehr appetitlichen und handwerklich sehr gekonnten Zeichnungen, dass die Käuferzahl wohl zu gering ist, um eine Fortsetzung sicherzustellen. Klar, das Thema sind nun einmal schöne Frauen und Simone lässt sie auch reihenweise aufmarschieren - sie lässt kaum einen wohlproportionierten weiblichen Charakter aus dem DC-Universum aus - und in dieser Geballtheit sind sie vielleicht nicht jedermanns Geschmack. Die Gastauftritte von Catwoman, Gypsy, Vixen, Katana und anderen Heroinen ergeben sich also zwangsläufig. Aber schade ist es alle Male, dass solch gut durchdachte Kost sich nicht rentiert.
Oracle selbst scheint auch Probleme zu bekommen: Brainiac hat wohl über ihre Server und Computer die Kontrolle übernommen und sie selbst mit einem Virus(?) infiziert. Er nennt Oracle Mutter - scheinbar, weil er von ihr geboren werden möchte. Dieser Sub-Plot wird nun leider nicht mehr aufgelöst.
Wer sich also ein ganzes US-Jahr BIRDS OF PREY (also 12 Hefte) antun möchte, macht nix falsch: Gute Unterhaltung ist garantiert.
Norbert Elbers
|






|