Batman/Aliens II #3 (von 3)
Autor: Ian EdgintonZeichner: Staz Johnson Erscheinungsdatum: März 2004 Preis: 4,30 Euro
Nachdem er am Ende des letzten Bandes überwältigt worden war, wacht Batman nun wieder auf und findet sich auf einer verlassenen Bohrinsel wieder. Die Bohrinsel dient einer geheimen Organisation als Versuchslabor für genetische Experimente mit Aliens und menschlicher DNA. Aber nicht irgendwelche menschliche Genbausteine, sondern die der Insassen vom Arkham Asylum. So sind Alien-Hybriden von Two-Face, Scarecrow, Poison Ivy, Joker und Mr. Freeze entstanden. Sie alle sind nun losgelassen und machen Jagd auf Batman. Aber unserem Jäger der Nacht gelingt es selbstverständlich alle zu überwältigen und er kommt schließlich hinter das schreckliche Geheimnis von Dr. Catherine Fortune: Sie hat ebenfalls - wie Professor Gollanz – die Expedition zum Mt. Erebus überlebt. Jene wissenschaftliche Exkursion vor über siebzig Jahren, die bei ihrer Antarktis-Forschungsreise in einer riesigen Erdhöhle auf die Überreste eines havarierten Raumschiffes gestoßen war. Auch sie trug die außerterrestrische Brut in ihrem Körper – aber der Gast ging mit seinem Wirt eine Symbiose ein, so dass beide überlebten. Fortune hatte Glück und das Wesen, das in ihr heranwuchs, war eine Königin – zusammen erlangten sie außergewöhnliche Stärke. Dies machte sie für das Militär interessant und es finanzierte ihr ihre Experimente. Doch nach dem zweiten Weltkrieg ließ das Interesse daran nach und andere Geldgeber sprangen ein.
Nun scheint sie auf dem Höhepunkt ihrer Experimentierfreudigkeit angelangt zu sein und hat ein Wesen geschaffen aus einer wahnsinnigen Mixtur von Genen. Hauptbestandteil sind aber die Gene von Killer Croc. Sein niedriger Intellekt aber lässt keine Art von Beeinflussung zu und sofort nach seiner unfreiwilligen Freilassung mäht er alles nieder – sogar seine Schöpferin Dr. Fortune. Die alte Bohrinsel erschüttert durch die vielen Explosionen in ihren Grundgerüsten und in einem infernalen Flammenmeer wird alles zerstört. Draußen warten schon Hubschrauber jener unbekannten Organisation, die noch die letzten Spuren dieser Forscherstätte endgültig vernichten.
Das war’s - Schluss.
Die Story wird erwartungsgemäß zu Ende geführt – was sonst?! Bei einem Aufeinandertreffen zwischen Aliens und anderen (Comic-)Helden kann man nicht davon ausgehen, dass hier die Philosophie des Abendlandes Revue passiert.
Da geht es zur Sache, da fliegen Körperteile durch die Gegend – Tiefgang kann man da wohl eher nicht erwarten. Ein netter, aber nicht neuer Gedanke ist der, dass man für die Kriegsführung wohl bereit ist, jedes Mittel anzuwenden um sich Vorteile gegenüber einem Feind zu verschaffen. Leider ist es wohl nicht nur in der fiktiven Welt der bunt kostümierten Superhelden so, dass Menschen sehr schnell bereit sind die Büchse der Pandora zu öffnen – in der trügerischen Hoffnung, dass es gut geht.
Norbert Elbers
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