Batman/Aliens II #1-2 (von 3)
Autor: Ian EdgintonZeichner: Staz Johnson Erscheinungsdatum: November 2003/Januar 2004 Preis: 4,30 Euro/Heft
Diese Stadt Gotham City scheint wirklich alle Arten von Monstern anzuziehen. Und nicht nur irdische, sondern auch extraterristische: Sie sind wirklich nicht tot zu bekommen, diese Ungeheuer aus dem Weltall, die statt Blut Säure in ihren Adern haben und deren einziger Daseinsgrund die hemmungslose Vermehrung ist. Nichts und niemand kann sie für lange aufhalten. Und so ist es kein Wunder, dass es auf kurz oder lang jeder mal mit ihnen zu tun bekommt. Manche auch mehrmals: Und so trifft auch Batman zum zweiten Male auf sie - die Aliens. Das erste Mal 1997 unter der Feder von Ron Marz und dem Pinsel von keinem geringeren als Bernie Wrightson. Damals erschienen in der Ehapa CC als Band 7 und 8, und nun bei Panini/DC Deutschland in der Dreiteiligen Mini-Serie “BATMAN/ALIENS II”.
Bei Baggerarbeiten wird in Gotham City ein hermetisch abgeriegelter Bunker gefunden. Der klamme Bauherr hat für Verzögerungen jeder Art kein Geld und keine Zeit, und so wird kurzer Hand versucht, das Problem mit jeder Menge Sprengstoff zu lösen. Aber das gewaltsame Eindringen in diese Festung endet für alle Beteiligten mit einem blutigen Fiasko. Und so muss auch Commissioner James Gordon wenig später feststellen, dass es so aussieht, als ob hier mit Kettensägen gearbeitet wurde. Aber Batman weiß es besser – verrät aber dem ratlosen Polizeichef nichts. Batman findet in dem Bunker ein Tagebuch eines Wissenschaftlers, und in ihm steht die ganze Wahrheit über die Herkunft der Monster: Er, ein besessener Forscher, hatte die Eier vor siebzig Jahren nach Gotham City gebracht. Zusammen mit anderen Forschern stieß er bei einer Antarktis-Expedition in einer riesigen Erdhöhle auf die Überreste eines havarierten Raumschiffes. Durch die eisige Kälte bestens konserviert überstehen einige Eier die Zeit. Da die Forscher die Eier für Geschenke von Göttern hielten, sammelten sie sie ein, und so begann der Kreislauf des Todes erneut. Zu spät erkennen die Forscher ihren Irrtum und sprengen die gesamte Höhle. Doch "er" überlebte die Expedition, und nahm ein paar Eier mit nach Hause in sein Labor – tief unter Gotham City, in einem versiegelten Bunker.
Und nun sind sie freigelassen und können in Gotham City auf Nahrungssuche gehen, und für die weitere Vermehrung sorgen. Und in einem verlassenen U-Bahnschacht kommt es zu einer ersten Konfrontation zwischen dem Alien und Batman, die dieser nach sechs langen Seiten Kampf gerade noch für sich entscheiden kann.
Doch schon haben die Aliens sich vermehrt – Batman findet drei Opfer und bringt sie ins Krankenhaus. Hier trifft er auch auf Dr. Catherine Fortune von der Nationalen Gesundheitsbehörde. Sie maßregelt Batman und Commissioner James Gordon für ihre Vorgehensweise – ihre wahren Absichten erklärt sie aber nicht. Den Opfern werden die "Facehugger" entfernt. Doch schon erscheint ein Alien und holt sich mit Gewalt seine Zucht zurück und flieht. Batman kann es nicht verhindern, aber wenigstens das Alien mit einem Radium-Gel markieren und so über seine Sateliten beobachten. Die Aliens bahnen sich einen blutigen Weg durch Gotham City, und ihr Ziel ist das Arkham Asylum.
Batman (mit einer sehr interessanten Rüstung, mit vielen technischen Gimmicks) erscheint auch dort und trifft dort auf Dr. Catherine Fortune, die sich scheinbar mit den Aliens bestens versteht...
Die Story ist flüssig und ohne logische Lücken, mit wenig Tiefgang, aber sie macht Spaß. Die Zeichnungen sind handwerklich solide und sauber.
Für Freunde der Aliens ist dieser Dreiteiler sicherlich ein “Must Have”, aber wer auch sonst Gefallen daran findet, sich mal im örtlichen Schlachthof umzuschauen, der wird hier auch auf seine Kosten kommen. Batman-Freaks sowieso. So kann man diesen Comic problemlos unter “Beste Pop-Corn-Unterhaltung” rubrizieren.
Norbert Elbers
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