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Batman (ab 2005) #14
Enthält: Batman #639-641, Detective Comics #804 Autoren: Judd Winick, David Lapham Zeichnungen: Doug Paul Lee, Ramon Bachs Erschienen: 09. Februar 2006 100 Seiten, 5,95 € Innerhalb einer Ausgabe Story-Fetzen aus drei oder vier verschiedenen Serien serviert zu bekommen, verursacht große Kopfschmerzen, wenn man sie über Monate im Gedächtnis (und auseinander!) halten muss. Mit Batman #14 beginnt Panini wieder etwas mehr auf verständliche Lesekonzepte zu achten - hoffentlich für länger! US-Batman #639 bis #641 erzählt eine abgeschlossene Geschichte aus dem großen neuen Kanon Red Hood/Black Mask. Und dann geht es mit Stadt der Sünde weiter, okay. Zur Hauptstory: Viel Plot ist gar nicht heraus zu filtern, die drei US-Ausgaben werden von Charakterentwicklung und markigen Dialogen voran getrieben. Red Hood eröffnet die heiße Phase seines Krieges mit Black Mask: Anstatt ihn zu bestehlen, zerstört er nun seine Waren einfach, und bringt seine Untermänner radikal um die Ecke. Dabei trifft er auf Batmans Helferin Onyx, beeindruckt durch tiefe Einsichten in Gothams Unterwelt-Strukturen, und schaltet seine Mitspielerin schließlich eiskalt aus. Batman ist derweil auf einem kleinen Road Movie, und führt mehr oder minder angespannte Erörterungen über das Thema "Tod und Wiedergeburt" mit Zatanna, Jason Blood, Green Arrow und Superman. Rechtzeitig zurück in Gotham kommt es endlich zu einem gelungenen Showdown mit Red Hood, der Batmans schlimmste Befürchtungen bestätigt. Klingt nach nicht viel, für drei Ausgaben, aber ganz ehrlich: Ich bin froh, dass ein Autor wie Winick diese wichtigen Episoden in Batmans weiterer Entwicklung schreibt: Dialoge sind eben einfach Alles! Red Hood hat tolle Sprüche drauf, die so kein anderer Akteur landen würde in Batmans Welt: Der morbide Sarkasmus eines Two-Face, gepaart mit Bruces Selbstsicherheit und Nightwings Wortwitz!
Und auch die Gespräche des dunklen Ritters mit den anderen DCU Heroen sind mit scharfer Feder verfasst. Man darf sich fragen, warum Batman diese Reise auf sich nimmt, wenn die Unterhaltungen dann so ergebnislos verlaufen (wie es wohl zu erwarten war). Doch als Leser hatte ich große Freude dabei zu sehen, wie Bruce mit jedem Kollegen völlig anders umgeht. Ob die ganzen Links zu Identity / Infinite Crisis wirklich notwendig waren ist eine andere Frage, aber daran gewöhnen wir uns in nächster Zeit wohl besser. Doug Mahnke kann gar nicht genug gelobt werden. Der neue Batman-Zeichnergott hat einen ganz eigenen Stil perfektioniert, der sich sowohl durch spektakuläres Action-Appeal auszeichnet, aber doch auch in Layouts und Panelaufteilung der Dialogszenen rundum harmoniert. Um so schmerzhafter sein Fehlen im Mittelteil der Story - Gastzeichnerfluch!
Tja... Und Stadt der Sünde...?
Wenn ich mich nur darauf konzentrieren könnte...
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