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Batman #19
Autor:Ed Brubaker Zeichner: Scott McDaniel Preis: 4,30 Euro Erscheinungsdatum: 28.11.2002 Inhalt: Us-Batman #591 & 592 Deadshot ist wieder in Gotham. Batman hat in Erfahrung bringen können, dass der professionelle Killer eine wichtige Persönlichkeit ermorden soll, weiß aber nicht genau, wen. Erst Bruce Waynes Leibwächterin Sasha Bordeaux bringt ihn unbewusst darauf. Sie weißt ihn nämlich auf eine baldige Gala anlässlich Lew Moxons Rückkehr hin. Über Huntress erfährt Batman einiges über den Ex-Mafiaboss, der vor langer Zeit die Gothamer Unterwelt beherrschte, irgendwann das Land verlassen musste, und nun offenbar sein Comeback plant. Als Bruce Wayne besucht er die Gala, dort trifft er Moxons Tochter Mallory. Und plötzlich erinnert er sich, dass sein Vater mit Moxon zu tun hatte, und Bruce als Junge eng mit Mallory befreundet war. Eine weitere Überraschung ist das Auftauchen von Zeiss, der nun Moxons Leibwächter ist. Doch dann fallen Schüsse, Panik bricht aus. Ein Trick von Deadshot, um Moxons Sicherheit zu testen. Bei einer Konfrontation mit ihm handelt Batman unüberlegt, und verliert fast das Leben.
Später am Abend kommen sich Bruce und Mallory näher. Doch Bruce muss erschreckt feststellen, dass sie tief in den schmutzigen Geschäften ihres Vaters mit der Gothamer Mafia drinsteckt. Als Batman will er Moxon trotzdem vor Deadshot schützen, doch Zeiss verwickelt Batman durch Provokationen in einen sinnlosen Kampf.
In dieser Story muss Batman viel einstecken und sich Niederlagen auf der ganzen Linie eingestehen. Wie kürzlich im neusten Bond-Film, halte ich es auch bei Batman für sehr wichtig und richtig, dass er kein unverwundbarer Übermensch ist, und ab und an auch ordentlich Prügel einfährt. Und das passiert in diesem Fall auch noch deswegen, weil ein Gegner seine Schwächen kennt und Batmans Arroganz gegen ihn ausspielt. Deadshot kommt hier sehr professionell und gefährlich rüber, ohne dass er sich physisch mit Batman gemessen hätte. Damit ist der ehemals leicht belächelte Psychokiller wieder in die Oberliga der Schurken aufgestiegen, für mich eines der schönsten Comebacks des Jahres.
Außerdem ist es ganz wundervoll, wie nach und nach alle Puzzleteile auf ihren Platz fallen: Brubaker hat sich mit nur wenigen Ausgaben ein größeres Storygerüst erarbeitet, in dem vieles eine Bedeutung über die eigentliche Geschichte hinaus hat: Zeiss, sein geheimnisvoller Auftraggeber (der sich als Moxon herausgestellt hatte), die Ermordung Jeremy Samuels, und nun Deadshot, und seine unbekannten Hintermänner... Genau so muss man eine „Ongoing“-Serie aufbauen! Noch eine kleine Anmerkung: Der ein oder andere wird sich vielleicht über das Auftauchen Huntress‘ gewundert haben, die sich seit dem Ende des Niemandslandes nicht mehr blicken lies. In Greg Ruckas Miniserie Huntress: Cry for Blood wurde ihr Status Quo nicht unwesentlich verändert. Warum bei diesem ersten Auftritt seither trotzdem wieder Alles beim Alten ist, wissen wohl nur die DC-Götter.
Fazit: |
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