Superman Sonderband 9
Autoren:
Greg Rucka, Geoff Johns & Jeremy Johns, Gail Simone
Zeichner:
Karl Kerschl, Jim Fern, John Byrne
Preis: 12,95 Euro
Erscheinungsdatum: 09.02.2006
Der Weg zum Ruin : Finale (AoS 640)
Man sieht Zeitungsartikel und verschiedene Bilder, dabei erzählt Lois Lane von ihrem Ehemann Clark Kent alias Superman.
Nebenbei läuft noch ein Plot, in dem Clark seine Schulfreundin Lana Lang besucht. Er versucht Näheres über ihre Scheidung mit ihren Mann Pete Ross zu erfahren. Seine ehemalige Freundin erweist sich aber nicht gerade kooperativ.
Als man dann sieht, wie John Henry Irons von Ruin angegriffen wird, fährt Lois mit ihrer Ausführung über ihren Mann fort.
Bei dem Plot, der dort nebenbei läuft, sieht man wie Clark seinen Freund Pete Ross unterrichtet, wie sein Besuch bei Lana gelaufen ist.
Lois ist derweil bei ihrer Erzählung bei der Notwendigkeit von Geheimidentitäten gekommen und dabei sieht man, dass Natasha Irons, in ihrer Identität als neuer Steel, ihrem Onkel zu Hilfe gekommen ist.
Dabei läuft wieder eine Nebenhandlung, in der Clark seinen Kumpel Jimmy Olsen im Krankenhaus besucht. Dort kann er aber nicht lange bleiben, da ihm der Angriff von Ruin auf die Irons nicht verborgen bleibt.
Superman ist schnell an Ort und Stelle und während dieses Kampfes, gibt Lois wieder ein paar Zeilen zum besten.
Klar das auch hierzu eine anderer Plot dazu läuft. Lois hat sich von ihrer Schussverletzung ganz gut erholt und versucht nun herauszufinden, wer für den Schuss auf sie verantwortlich war. Dafür bleibt jetzt aber keine Zeit, denn Perry White berichtet hastig vom Kampf Ruins gegen Superman. Lois macht sich schnell auf den Weg und trifft dort den vom Krankenhaus entlassenen Jimmy Olsen und Geraldine Frank.
Zusammen werden sie Zeuge wie Superman seinen Gegner endlich demaskieren kann.
Selbstmord – Auftrag (Superman Secret Files & Origins 2004)
Siehe hier die entsprechende Besprechung .
Seltsame Anziehungskräfte ( AC 827 & 828)
In Star City wird Linsay Wah alias Aura, ein ehemaliges Mitglied der Ravers, auf der Strasse von einer verhüllten Frau angesprochen. Schon bald zeigt sich aber, dass Repulse, wie sich die Frau nennt, keine freundlichen Absichten hat.
An einem ganz anderen Ort der Erde kriegt ein Eingeborenenstamm einen unliebsamen Besuch von Männern, die einen Tribut verlangen, damit dem Dorf nichts passiert. Sie ahnen aber nicht, dass der Stamm der Obhut von Superman sicher sein kann, der mit den bösen Eindringlingen auch gleich kurzen Prozess macht und sie in die Flucht schlägt.
Nach diesem kleinen Ausflug in den Afrikanischen Ländern fliegt der Stählerne zu seiner noch schlummernden Frau nach Hause. Aber für das geplante Frühstück ist leider keine Zeit, denn Lois muss zu einer Pressekonferenz von einem Abgeordneten.
Beim Daily Planet bekommt Jimmy Olsen mal wieder die schlechte Laune von Perry White ab, als plötzlich ein Auto in die Redaktion kracht. Repulse hat sich nämlich ein neues Opfer herausgesucht : Dr. Polaris. Die gute Dame geht nicht gerade zimperlich mit dem Meister des Magnetismus um, darum ist es gut, dass Superman schnell zur Stelle ist.
Aber der Stählerne muss schnell feststellen, dass Dr. Polaris anscheinend an einer gespaltenen Persönlichkeit leidet.
Jimmy Olsen hat von Perry White den betagten Reporter Schuman zur Seite gestellt bekommen, um vom neuesten Kampf Supermans zu berichten. Und der Stählerne hat zur Zeit wahrlich nichts zu lachen, Dr. Polaris führt einen Kampf mit seiner zweiten Persönlichkeit (Repulse) und sorgt dabei für enormen Ärger in Metropolis.
Lois kriegt davon nichts mit, denn sie ist wieder voll in ihrem Element und stellt dem Abgeordneten Shepard bei seiner Pressekonferenz ziemlich unangenehme Fragen.
In der Zwischenzeit sind Jimmy und sein neuer Partner Zeugen des bizarren Kampfes zwischen Superman und Dr. Polaris (oder besser Repulse) geworden. Der Stählerne muss immer mehr feststellen, wieso sein Gegner als Meister des Magnetismus gilt.
Inzwischen ist die Pressekonferenz vom Abgeordneten Shepard beendet und so kann er sich der frechen Reporterin widmen, die ihn öffentlich so bloßgestellt hat. Seine demonstrierte Stärke kann Lois Lane aber überhaupt nicht beeindrucken.
Superman hat es mittlerweile geschafft seinen Gegner etwas zu beruhigen. So erfährt man endlich, weshalb Repulse von Dr. Polaris geschaffen wurde. Mit diesem Wissen kann er endlich gegen seine zweite Persönlichkeit angehen.
Anschließend tauchen Black Adam und Zoom auf und beanspruchen Dr. Polaris für sich. Superman ist zwar nicht damit einverstanden, kann aber nichts dagegen unternehmen.
Später macht der Stählerne mit seiner Frau einen kleinen „Ausflug“ zur Chinesischen Mauer. Dort erzählen sie sich was sie den Tag über erlebt haben und genießen den Sonnenaufgang.
Kommentar :
Die Würfel sind also gefallen. Das Gesicht, dass sich hinter Ruin versteckte ist, endlich gelüftet. Die Auflösung, die man nach dem vorletzten Band erwarten konnte, ist eingetreten. Oder etwa doch nicht ?
Ich stelle einfach mal die gewagte Behauptung auf und sage nein, ist sie nicht ! Dafür war nämlich die bisherige Storyline von Rucka viel zu durchdacht. Echte erzählerische Patzer sind ihm nicht passiert und so einfach darf die Auflösung nicht sein. Darum darf wohl weiter gerätselt werden , wer hinter Ruin steckt.
Interessant ist aber, wie die hier gezeigte Auflösung zustande kommen konnte. Die nächsten Bände können also kommen.
Gut, dass von den letzten kreativen Teams Greg Rucka als einziger bleiben durfte. Seine Geschichten waren sowieso die besten und unterhaltsamsten. Er erhielt mit Karl Kerschl einen soliden Zeichner, dessen Stil zwar etwas einfach erscheint aber in dieser Ausgabe durchaus gefallen konnte. Für ein entgültiges Urteil muss man hier aber die kommenden Bände abwarten.
Die letzten beiden Storys in diesem Band gehören dem neuen Kreativteam von der US – Serie Action Comics : Gail Simone und Altmeister John Byrne. Aber um mal ganz ehrlich zu sein, so ganz überzeugend ist der erste Zweiteiler von der Ex Birds of Prey Autorin noch nicht. Vielmehr wirkt die Story wie ein Relikt aus den frühen Achtzigern.
Sehr einfach im Erzählstil und ohne spannende Momente. Auch die Dialoge wirken phasenweise etwas hölzern.
Man braucht nur die Unterhaltungen zwischen Superman und seiner Frau Lois mit denen aus den Rucka Heften vergleichen. Bei Simone wirken sie oberflächlich und man kann als Leser nicht wirklich teilhaben. Bei Rucka wirken sie lebensecht und um einiges glaubwürdiger.
Die zweite Persönlichkeit von Dr. Polaris ( Repulse ) glänzt eigentlich auch nur mit aufgesetzten und nervigen Dialogen. Das ist noch nicht überzeugend und wirkt insgesamt nicht mehr zeitgemäß. Aber da Gail Simone mit ihrer Birds of Prey Serie eigentlich ganz gut überzeugen konnte, sollte man ihr noch eine Chance geben.
Ihr Zeichner John Byrne tut natürlich mit seinem altbekannten Zeichenstil auch nicht gerade viel dafür, dass die Geschichten besonders modern ausschauen, obwohl er mit dem Tuschezeichner Nelson einen durchaus fähigen Mann zur Seite gestellt bekam. Irgendwie ist aber bei John Byrne zuviel Routine in seine Zeichnungen reingekommen. Er zeichnet nur noch, ohne seinen Figuren Leben einzuhauchen. Dynamik sucht man mittlerweile auch vergebens. Dazu kommt, dass er noch heute sehr am Hintergrund spart. Somit sind seine Zeichnungen zwar nicht schlecht, aber leider auch vollkommen uninteressant.
Man kann also leider nach diesen Band sagen, dass zumindest in graphischer Hinsicht der Kreativteamwechsel eher ein Rückschritt war.
Fazit :
Ein wenig spektakulärer, aber keineswegs enttäuschender Sonderband. Rucka wird uns sicherlich mit seiner Ruin Saga noch weiter in Atem halten und bei Simones Geschichten ist noch sehr viel Luft nach oben. Man darf sich also auch auf die nächsten Bände freuen.
Schade allerdings, dass die neuen Zeichner nicht an Matthew Clark und Ivan Reis heranreichen können.

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