DC-Fanpage vol. 2

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Donnerstag, April 12, 2007

Superman Sonderband 8


Autoren:

Greg Rucka, Judd Winick


Zeichner:
Matthew Clark, Ian Churchill


Preis: 12,95 Euro


Erscheinungsdatum: 12.01.2006

Der Weg zum Ruin Teil 3 (AoS 638)

Clark ist von dem Vorschlag seiner Frau, Kinder zu bekommen, ziemlich verdutzt und meldet gleichzeitig seine Bedenken an. Lois wäre aber nicht Lois, wenn sie ihren Standpunkt nicht glaubwürdig vertreten könnte. So entsteht ein schöner Dialog zwischen den beiden, der aber von einem Babygeschrei unterbrochen wird.

Mr. Mxyzptlk stattet seinem Lieblingsehepaar mal wieder einen Besuch ab und hat passend zur noch eben gelaufenen Diskussion, ein Baby dabei.

Aber noch ehe das verblüffte Reporterehepaar auf „ihre“ neue Tochter (Lara) reagieren können, schnippt der kleine Kobold sie alle in ein von ihm erschaffenes Kino.

Dort zeigt er in kleinen witzigen Episoden wie die Tochter von Lois und Clark aufwächst.

Zunächst einmal kommt eine Geschichte im Sin City Stil, in der Superman seinen Superhelden Kollegen seine neugeborene Tochter präsentiert. Anschließend kommt eine Cartoon Geschichte im Stile von Calvin and Hobbes. Lara ist dort mittlerweile schon ein kleines Mädchen und beweist schon gewisse Fähigkeiten, um ihren Wünsche selbst zu erfüllen. In den nächsten Episode ist die Tochter von Lois und Clark schon sechzehn und ist in einem Animated ähnlichen Stil gehalten. In dieser Story erhält Lara an ihrem Geburtstag ihr Kostüm und hat anschließend auch gleich ihren ersten Kampf mit einem sehr modernisierten Lex Luthor.

Danach sind die kleinen netten Episoden auch schon wieder vorbei und auch das von Mr. Mxyzptlk erschaffene Baby gehört der Vergangenheit an. In theatralischer Art und Weise ermahnt er die beiden nun, an sich zu glauben und sich gegen die drohenden schweren Zeiten zu wappnen.

Blitzgewitter Teil 1-3 (AC 826, AoS 639 und Superman 216)

In einem verborgenen Tempel am anderen Ende der Welt sieht man wie Bruce Gordon einen Schatzräuber aufspürt. Begleitet wird man dabei von einem Gespräch zwischen Captain Marvel und dem Zauberer Shazam.

Nachdem die beiden dann auch in natura zu sehen waren und ihr Gespräch beendet ist, wird man Zeuge wie sich verschiedene Menschen vor Zorn das Leben nehmen.

Der letzte von den Selbstmördern ruft aber Superman auf den Plan. Denn Malcolm Diamond hat sich einen sehr spektakulären Abgang ausgedacht. Er wirft sich mit einigem Dynamit vor eine Hochbahn und die darauffolgende Katastrophe kann nur mit kryptonischen Superkräften eingedämmt werden.

Die anschließende Bestandsaufnahme von Commissioner Henderson und Superman wirft Fragen auf , da der Selbstmörder nicht gerade das typische Profil eines solchen aufweist. Als Zeugin des Szenario tritt dann Dr. Jeanine Tracey von den S.T.A.R. Labors auf den Plan, aber in ihr scheint noch etwas anderes zu hausen. Dies bleibt dem Stählernen und dem Commissioner aber verborgen.

Später beim Daily Planet versucht Clark herauszufinden, ob es noch mehr von solchen Zwischenfällen gab. Seine Recherche wird von einem kurzen Gespräch mit seiner Frau unterbrochen, die ihm von ihrem nächsten Exklusivinterview erzählt.

Am Abend zeigt es sich dann, dass bei Dr. Jeanine Tracey wirklich etwas nicht stimmt. Sie klaut aus den S.T.A.R. Labors eine Lexcorp - Kampfrüstung und greift damit Superman an. Bei dem folgenden Kampf sieht man wer wirklich für das merkwürdige Verhalten von Dr. Tracey verantwortlich ist : Eclipso !

Das Ziel von Eclipso ist leicht zu erraten. Er versucht mit diesem Angriff den Stählernen zornig zu machen um von ihm Besitz zu ergreifen. Superman durchschaut aber den Plan und kann Eclipso auf Distanz halten ohne in Zorn zu verfallen.

Zwar fordert der Gegner vom Stählernen durch das Bedrohen Unschuldiger einen Zornesausbruch heraus, aber der Kryptonier hat auch auf diesen Trick eine Antwort. Nach dieser letzten Attacke von Eclipso ist zwar Dr. Tracey wieder befreit, aber der Bösewicht scheint verschwunden zu sein.

Später beim Daily Planet nimmt dann Clark Kent Verbindung mit Bruce Gordon auf, der früher auch schon ein Wirt von Eclipso war. Leider hat dieser keine hilfreichen Informationen für den Reporter.

Frustriert macht sich Clark auf den Weg nach Hause, wo Lois schon da ist und ihren Bericht über den Kampf von Superman und Eclipso verfasst. Die gute Miss Lane kann ihren Mann aber auch nicht trösten. Ganz im Gegenteil sie spricht sogar davon, dass Superman eine Gefahr für die Allgemeinheit ist und schreibt dies auch in ihren Bericht.

Clark ist darüber natürlich wenig erfreut und eine hitzige Diskussion entsteht. Dies ist der Moment auf den Eclipso gewartet hat, denn Lois war sein neuer Wirt. So konnte er an Superman rankommen und ihn so zornig zu machen um von ihm Besitz zu ergreifen.

Eclipso jubiliert, er hat sein Ziel erreicht und konnte den Körper vom Stählernen übernehmen. Aber lange kann er sich nicht freuen, denn Captain Marvel steht schon bereit, um ihn aufzuhalten.

Man sieht eine kurze Zusammenfassung von Eclipsos Herkunftsgeschichte bis hin zu seiner neuen Gestalt. Superman ist sein neuer Körper und mit dem muss er sich nun einen harten Kampf mit Captain Marvel liefern. Der Kampf geht über die Mauern von Metropolis bis zum Meer hinaus. Eclipso hat dabei aber nur eine Sache ihm Sinn. Er will den Körper von Captain Marvel für sich gewinnen, weil dessen Körper aus Magie besteht. Und wie schon bei Superman, versucht er auch hier das Leben unschuldiger Menschen zu gefährden, um seinen Kontrahenten zornig zu machen. Klar, dass auch bei Captain Marvel dieser plumpe Versuch fehlschlägt.

Der Superheld verlagert nämlich ganz einfach den Kampf in die Arktis. Dort kann niemand gefährdet werden. Hier greift er Eclipso nun mit Blitzangriffen an, in dem er sich immer wieder in Billy Batson und in Captain Marvel verwandelt.

Damit schafft er es aber nicht seinen Gegner aus Supermans Körper zu vertreiben. Im Gegenteil, nach einiger Weile kann Eclipso sich sogar befreien und Billy Batson daran hindern das magische Wort zu sagen. Aber Hilfe naht. Der Zauberer Shazam ist seinem Schützling zu Hilfe geeilt und kann Eclipso in Schach halten. Aber um Superman aus dem Würgegriff seines Peinigers zu befreien braucht auch er Hilfe. Er hat den alten Feind von Eclipso herbeigeholt : den Spectre. Er kann nun endlich den Stählernen befreien.

Aber Eclipso konnte wieder entkommen und hat im Arkham Asylum einen neuen Wirt gefunden, der voller Zorn ist.

Kommentar :

Nach dem letzten, doch recht ereignisreichen Superman Sonderband geht’s dieser etwas gemütlicher an. Auch wenn in diesen Band eine weitere Episode in der Geschichte der Superman versus Captain Marvel Kämpfe geschrieben wurde. Aber dazu etwas später.

Die erste Geschichte kommt im Grunde ohne Kämpfe aus. Was sicherlich auch in der Person von Mister Mxyzptlk begründet ist. An dieser kleinen Nervensäge hat Greg Rucka anscheinend einen Narren gefressen. Zum dritten Mal schon, lässt er Mxyzptlk in seinem Superman Run auftreten.

Dieses Mal gefiel mir sein Auftritt allerdings besonders gut. Es ist zwar etwas enttäuschend, dass Rucka auf Kosten dieser „Lois will Kind“ Story, seine hervorragende „Wer ist Ruin ?“ Geschichte unterbricht. Aber die originellen Witze und die Anspielungen an andere Comics machen soviel Spass, dass man darüber hinwegsehen kann. Dennoch hoffe ich, dass es das jetzt erstmal gewesen ist mit Mister Mxyzptlk. Positiv an dieser Story war aber wieder die Beziehung zwischen Lois und Clark. Greg Rucka versteht es eben wie wohl noch kein Autor zuvor, diese Beziehung glaubwürdig und lebensecht rüber zu bringen. Dafür kann man den Autoren nicht genug loben.

Das gleiche gilt aber auch für den Zeichner, Matthew Clark. Er hat zwar im Vergleich zu seinen ersten Heften etwas abgebaut und hatte wohl Mühe die eine oder andere Deadline einzuhalten. (wie sonst sind die zahllosen Gastzeichner zu erklären). Wie er hier aber beispielsweise einen Frank Miller kopierte war allererste Klasse.

Danach darf dann Judd Winick endlich seinen Dreiteiler mit Eclipso, Captain Marvel und Superman erzählen. Sein Assistent am Bleistift ist Ian Churchill, der schon ein paar Mal an dem einen oder anderen Superman Heft beteiligt war. Hier liefert er aber mit Abstand seine beste Arbeit ab. Sicherlich auch, weil der Colorist, Beth Sotelo einen wirklich exquisiten Job macht.

Die Bilder sind also schön, und die Story ? Nun, die ist auch ganz okay, auch wenn man so etwas irgendwann schon mal gesehen hat. In den vier Superman Annual Heften aus dem Jahre 1992 gab es nämlich eine ähnliche Story. Auch dort nahm Eclipso den Körper von Superman in Besitz und traf dabei auf Captain Marvel. Hat sich Winick davon inspirieren lassen oder ist alles nur Zufall ? Nun, dass lass ich jetzt einfach mal so stehen und wende mich einen ungeschrieben Gesetz zu : „Superman und Captain Marvel in einem Comic = Kampf zwischen den beiden“

Irgendwie finden die Autoren eben immer einen Weg, die beiden stärksten Helden im DCU gegeneinander antreten zu lassen. Das Merkwürdige ist aber, es scheint bis auf wenige Ausnahmen fast immer zu funktionieren. Der bisher beste Kampf zwischen den beiden war sicherlich in Alex Ross Meisterwerk „Kingdom Come“. Darum ist die Anspielung im letzten Teil der Story als eine Art Wertschätzung dieses Klassikers zu verstehen.

Nett gemacht, auch wenn der ganze Dreiteiler, insgesamt betrachtet, etwas aufgebläht wirkt. Besonders viel passiert dort nämlich eigentlich nicht und das was passiert, hätte man locker in einem Zweiteiler auch reinpacken können.

Positiv ist aber, dass es trotzdem nie langweilig wird, weil Winick seinen Zeichner mit großen Panels glänzen lässt und selbst nur selten viele Wörter verliert.

Richtig interessant wird’s aber gegen Ende der Story. Sie führt nämlich direkt in die mehr als gelungene Mini Serie „Day of Vengeance“ (hierzulande im ersten Infinite Crisis Monster Band ), die ein weiterer Baustein in Richtung Infinite Crisis darstellt.

Fazit :

Ein Band der unterhalten kann. Die erste Geschichte glänzt mit Humor, die zweite mit spektakulären Zeichnungen und einer kurzweiligen Geschichte. Wer nicht vollkommen unvorbereitet in die „Day of Vengeance“ - Storyline gehen will, sollte hier zugreifen. Ist aber für das Verständnis der Story keine Pflicht.

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