DC-Fanpage vol. 2

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Dienstag, Dezember 19, 2006

Superman Sonderband 6


Autoren:

Chuck Austen , Greg Rucka


Zeichner:
Ivan Reis, Matthew Clark


Preis: 12,50 Euro


Erscheinungsdatum: 13.10.2005

Repo ?Man Teil 2 (AC 823)

Superman hat einen harten Schlag einstecken müssen und wird einige Meilen weggeschleudert. Repo ? Man ist wegen seiner neuen Stärke total euphorisiert, sieht sich aber gleich neuen Gegnern gegenüber. Zwar stellt die Schrotflinte von Pa Kent kein großes Problem dar, aber Superboy hat sich von seiner ersten Tracht Prügel erholt und bläst zum Gegenangriff, hat damit aber wieder wenig Erfolg.

So wendet sich Repo ? Man dem armen Jonathan zu und droht, ihn auseinander zu reißen. hat aber noch ein Ass im Ärmel und ruft den treuen SuperboyKrypto herbei.

Dies bringt Superman die Zeit, um sich erholen. Er rast nun mit ungeheuerer Geschwindigkeit auf Repo ? Man zu und zwingt ihn damit zur Aufgabe.

Nachdem der leuchtende Stein gefunden wird, der offenbar für die monströse Verwandlung von Repo ?Man verantwortlich war, sehen Superboy und Pa Kent, dass der Kampf an Superman nicht spurlos vorübergegangen ist. Er ist enorm gealtert und ihm bleibt nun nichts anderes übrig als sich neuen Untersuchungen zu stellen.

So findet das Essen bei den Kents ohne Clark statt, bei dem Martha die beiden Streithähne, Lois und Lana, mal die Leviten ließt.

Anderorts entdeckt Jimmy die Stadt von Preus und auch dessen Gefangenen Martian Manhunter. Leider bleibt dies Preus nicht verborgen.

Heilende Hände (AoS 633 ? 635)

Die von Ruin entführten Zwillinge (Alexandra & Alex Allston) haben von ihrem Entführer eine spezielle Behandlung bekommen. Er hat sie in Parasiten verwandelt, die sich jetzt durch die Lebensenergie ihrer Opfer ernähren.

Im Zuhause von Lois & Clark, herrscht derweil Hochbetrieb. Alle sind da um sich um die verwundete Reporterin zu kümmern. Lois ist aber von diesem Übermaß an Fürsorge wenig begeistert.

Nachdem Lois ein recht unterhaltsames Gespräch mit Clark hatte, wird man Zeuge wie Lieutnant Leocardio auf Strykers Island ihren Gefangenen Xlim verhört. Die gute Dame zeigt dabei wenig Verständnis für Xlim und beweist mal wieder was für ein aufbrausendes Temprament sie hat. Superman ist da natürlich aus anderem Holz geschnitzt. Nachdem Leocardio mit ihrem ?Verhör? fertig ist versucht es Superman mit ?seiner? Strategie. Damit erreicht Superman zumindest, dass Xlim ihm einige Details über Ruin erzählen kann.

Mit dieser Hilfe gelingt es Superman das Versteck von Ruin zu finden. Er kommt jedoch zu spät und findet nur die ausgesaugten Opfer von den Parasiten Zwillingen.

Derweil drohen Lois und ihre Schwester Lucy ? mit ihren Sohn Sam - weitere Opfer der Zwillinge zu werden.

Lois entpuppt sich aber als taffer, als es ihr Gesundheitszustand vermuten lässt und kann die Zwillinge - zumindest eine Zeitlang - auf Distanz halten.

Anderorts erscheint der Kobold aus der fünften Dimension mal wieder : Mr. Mxyzptlk. Er will der in Not geratenen Lois zu Hilfe eilen, kommt aber letzlich zu spät, da Superman inzwischen schon angekommen ist, um es mit den Zwillingen aufzunehmen. So bleibt für den Gnom nur die Rolle des Tolpatsches. Sein vollkommen überstürztes Eintreffen befördert Superman geradewegs in die Hände von einem der Parasiten.

Kraftlos bricht Superman zusammen und die Parasiten - Zwillinge verschwinden daraufhin, um ihrem Meister zu berichten, wer Superman in Wirklichkeit ist. Mr. Mxyzptlk muss sich jetzt von Lois eine Standpauke anhören und gibt den reuigen Sünder. Er beschließt ins reale Universum zu gehen, um dort aus der DC Redaktion (!!) das Skript von AoS 634 zu besorgen, um zu erfahren wie es mit der Geschichte weitergeht.

Nach getaner Mission in der ?wahren Welt? hat er noch ein kleines Aufeinandertreffen mit den beiden Zwillingen. Und obwohl die beiden für ihn kein wirkliches Hindernis bedeutet hätten, lässt er beide dann letztlich doch ziehen. Superman zeigt dafür aber wenig Verständnis.

Dem Stählernen kam der passende Einfall wie er in die nächsten Konfrontation gehen kann ohne wieder ausgesaugt zu werden. Er borgt sich von John Irons die Steel Rüstung.

Inzwischen hat sich Lieutnant Leocardio dazu entschlossen, dass es mal wieder an der Zeit ist zu beichten und stattet Pater Leone einen Besuch ab. Die Beichte dauert aber nicht sehr lange, denn sie wird zu einem weiteren Metawesen Zwischenfall ?abkommandiert? .

Die beiden Zwillinge sorgen für reichlich Wirbel in der Stadt. Besonders die weibliche Parasitin (Alexandra) ist von ihren neuen Kräften richtig begeistert. Ihr Zwillingsbruder (Alex) macht da eher einer besonneneren Eindruck. Superman hat sich inzwischen in ?Schale? geworfen und versucht nun erneut die beiden Zwillinge aufzuhalten.

Zwar ist der Stählerne ( jetzt im wahrsten Sinne des Wortes) von den kräfteraubenden Berührungen geschützt, aber die Zwillinge haben durch die erste Konfrontation noch einige von Supermans absorbierten Kräfte auf Lager.

Während dieses Kampfes geht ein Tankwagen in die Luft und zahlreiche Passanten kommen in Gefahr. Während Alex dabei wahren Heldenmut beweist und rettend eingreift, zeigt sich Alexandra weiter uneinsichtig. Superman ist aber zur Stelle und kann sie endlich zur Aufgabe zwingen. Dabei kann er ihr auch entlocken, wo sich Ruin versteckt hält.

Nachdem die Parasiten Zwillinge, endlich sicher hinter Schloss und Riegel sind, macht sich Superman auf, um sich Ruin endlich zu stellen.

Kommentar :

Zuerst einmal möchte ich Gene Ha ein Kompliment aussprechen. Das Cover dieses Bandes ist nämlich mit einigen Bildnissen von einem gewissen Kobold aus der fünften Dimension versehen. Dies allein verdient eigentlich keine weitere Beachtung, aber die originelle Idee mit der Tätowierung (im Zusammenspiel mit der Mütze und der Schleife von dem Mädchen) ist doch mal erwähnenswert.

Im Band geht es dann los mit dem zweiten Teil von ?Repo-Man?. Und wie von den Austen Storys bisher gewohnt, gibt es hier reichlich Action aber wenig Inhalt. Das Ganze kann hier aber wieder ganz gut unterhalten, wenn man nicht allzuviel erwartet und auf Action Comics (wie gesagt der Titel ist hier eben Programm) steht. Mehr gibt es hierzu eigentlich auch nicht zu sagen, weil man eigentlich nur abwarten kann wie das kommende Finale nun ablaufen wird. Alles andere zu Austens Geschichten kann man in der Besprechung des letzten Bandes lesen.

Der Rest des Bandes gehört dann dem Dreiteiler ?Heilende Hände?. Hier darf man Zeuge werden wie Superman es mit den neuen Parasiten zu tun bekommt. Bei DC hielt man es wohl für angebracht, dass der Stählerne wieder einen Gegner braucht der ihm die Kräfte rauben kann, da der frühere Parasit, in Superman 157 (Dinos Mann aus Stahl Nr. 7) das Zeitliche gesegnet hat.

Keine schlechte Idee, da der Parasit eigentlich fast immer gut dafür war ein Superman Comic etwas interessanter zu machen. Und dass die beiden Zwillinge nicht die gleiche Auffassung haben, wie sie mit ihrer neuen Gabe umgehen sollen, macht sie durchaus sympathisch.

Aber halt, einen klassischen Superman Gegner in ein zweifaches Wesen zu teilen gab es doch schon mal, oder? Richtig, in der neunten Ausgabe von Superman ? die neue Serie, stellte uns Joe Casey einen geteilten Mr. Mxyzptlk vor. Allerdings mit einem so bescheidenen Erfolg, dass diese Idee von DC schnell ad acta gelegt wurde. Dies wird mit den neuen Parasiten mit großer Wahrscheinlichkeit nicht passieren denn sie sind ungleich ambitionierter.

Aber da wir schon mal bei dem Kobold sind, bleiben wir gleich bei diesem. Sein Auftritt hier wirkt insgesamt etwas deplaziert, ebenso wie sein Ausflug in die reale Welt. Zwar sind die Bilder in der DC Redaktion recht amüsant, aber da die Idee nicht besonders neu ist und schon bei Superman / Batman ? Mordspässe verwendet wurde, fehlt hier etwas die Originalität.

So wirft der Auftritt von Mr.Mxyzptlk einen leichten Schatten auf diese dreiteilige Geschichte, die ansonsten absolut überzeugen kann. Da wäre zum einen Ruin, der weiter im Hintergrund seine Fäden zieht. Zwar glaube ich langsam, dass Rucka mit Ruin einen Hush für Superman entwickeln wollte, aber dennoch hinterlässt er auf bemerkenswerterweise einen interessanten Eindruck.

Entscheidender Vorteil beim Rucka Run dürften aber die Dialoge sein. Ich kann mich wirklich kaum entsinnen, dass in einem Superman Comic solch gute Dialoge zu finden sind. So kann dann auch der erste Teil des Dreiteilers die meisten Pluspunkte einheimsen, da hier zwischen Lois und Clark und dann später bei der Unterhaltung zwischen Superman und Leocadio sehr gelungene Textpassagen auftauchen.

Schön war auch der kurze Auftritt von Pater Leone, auch wenn mich der an das grausige Finale von ?Für das Morgen? erinnert hat. Aber dies ist eine andere Geschichte.

Und ach ja, die beiden Zeichner waren wieder mal in bestechender Form.

Fazit :

Zum Anfang bekommt man reichlich sinnfreie Action, dann bekommt man einen gelungenen Dreiteiler, der eigentlich nur durch den Auftritt von Mr. Myxzptlk getrübt wird. Insgesamt also ein außerordentlich abwechslungsreicher Band der zu gefallen weiß.


By Stefan Segle

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