DC-Fanpage vol. 2

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Donnerstag, März 17, 2005

Mein Blog

Ich war die Tage mal wieder in einer etwas grüblerischen Stimmung. Ich bin jetzt seit ich glaube schon fast 10 Jahren Comicfan. Seit 4 bin ich in der Internetcomicszene tätig, mit stetig steigerndem Einsatz. Ebenso bin ich seit 4 Jahren Kolumnenschreiber. Merkwürdig, wie wenig jetzt mir diese Zeit vorkommt.
Und daher denke ich, das ich vielleicht mal meine Grenzen abstecke. Das ich mich der Frage stelle, was will ich schreiben?
Dabei habe ich einmal mehr zurückgeblickt auf die Vergangenheit und gleichzeitig mich umgesehen, wie die allgemeine Stimmung momentan ist.
Um es kurz zu machen, die Stimmung schwankt zwischen Verachtung für gewisse Verlage, bis vorsichtigen Optimismus. Wobei der Optimismus sich eher in Grenzen hält.
Ich denke, ich will diesen Optimismus fördern.
Es gibt viele Kolumnen, die kritisieren, die nörgeln, die es gerne sehen Salz in Wunden zu streuen oder neue Wunden zu öffnen. Kolumnen, die sich in meinen Augen zu sehr abgehoben dienen.
Dies ist nicht mein Ziel!
Ich sehe mich nicht als Kommentator von aktuellen Ereignissen. Vielleicht werde ich diverse Conreports machen, und auf Vorankündigungen angehen, die mir gefallen haben.
Aber ansonsten sehe ich meine Hauptthemen in zwei Bereichen:
Zum einen werde ich wie üblich mich allgemeinen Beobachtungen, wenn man das so nennen will, widmen. Das sind die Themen, in denen ich über Sachen rede, wie die verschiedenen Bedeutungen von Autoren und Zeichnern.
Zum anderen möchte ich auf Comics oder Verlage hinweisen, die man normalerweise so nicht mitkriegt. Vielleicht wird es ein melancholischer Rückblick werden, mit der Aufforderung Back-issues dieser Serie kaufen. Vielleicht wird es auch eine Kaufempfehlung sein.
Nur zwei Dinge möchte ich gerne vermeiden: Pessimistische Stimmung verbreiten, und das nächste Erscheinungsdatum von Superman nennen.
Seht die captions als Aufmunterung an. Als eine Art Licht am Ende des Tunnels, das sich euch nähert. Denn so möchte ich in Erinnerung bleiben.
In diesem Sinne
C
U
In the funny books
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Samstag, März 12, 2005

That's me in the corner

Wenn man gefragt werden würde, welches die besten Comicwerke sind, die bislang erschienen sind, dürfte man sofort eine Liste mit Werken wie “Watchmen“, “Dark Knight returns“ oder “Kingdom Come“ zusammenhaben. Und wenn man gefragt wird, welches dieser Werke am besten die Persönlichkeit des jeweiligen Autors wiedergibt, steht man erstmal da wie blöd.
Denn die Frage ist nämlich hochinteressant! Und nach einigem Überlegen stößt man auf die Antwort.
Auf Serien, die wirklich den Autor wiederspiegeln, bzw. auf Serien die der Autor sozusagen mit seinem eigenen Blut gemacht hat.
Und was für Serien wären dies?
In den meisten Fällen, Creater owned Series, Serien die ganz und gar ihrem Erschaffer gehören.
Bei Garth Ennis, dem momentanen Autoren von dem Marvel Helden “Punisher“ wäre es sein “Preacher“.
Bei Warren Ellis, momentaner Autor u. a. von “Ultimate Fantastic Four“, wäre es sein “Transmetropolitan“. Ich glaube, die Serie wird sogar bald verfilmt werden.
Bei James Robinson wäre es die DC Serie “Starman“, die bald fast komplett im Tradepaperbackformat vorliegt.
Und, und, und...! Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen.
Die aktuellste dieser Serien ist letzten Monat zu Ende gegangen. “Promethea“ ist nach 32 Ausgaben in 6 Jahren zu Ende gegangen.
“Promethea“ ist wirklich das Paradebeispiel für eine Serie, die primär von den Vorlieben, vom Seelenleben des Autors geprägt ist. “Promethea“ ist, bzw. war, da die Serie vor kurzem endete, ein einziger Tripp. Eine Reise in die Magie, eine Einführung in die Kaballa, einer jüdisch-esoterischen Glaubensrichtung, die auch von Madonna gelobt wird. In “Promethea“ erlebt man einen ungezügelten Alan Moore, der vollkommen losgelöst von irgendwelchen Superheldenkonzeptionen, eine Serie abliefert, die man als uneingeweihter selbst nach dem zweiten Mal durchlesen nicht versteht. Gemeinsam mit seinem Zeichenpartner J. H. Williams III ist Alan Moore an Grenzen des machbaren bei Comicheften gegangen, und darüber hinaus. Und das ist keine hohle Phrase.
Klar, über die Liste ließe sich streiten. Viele würden auf die anderen Serien von Alan Moore hinweisen. “Top Ten“, “Tomorrow Stories“ oder “Tom Strong“; halt alle Serien aus seinem ABC Label haben etwas von Alan Moores Herzblut in sich. Aber für mich hat “Promethea“ am meisten von Alan Moores Herzblut abbekommen.
Das heißt nicht, das durch das Ende der Serie eine Lücke entstanden ist. Es gibt immer noch Serien wie “100 Bullets“ oder “Hellboy“.
Die Anzahl solcher Serien ist relativ überschaubar, im Vergleich zum durchschnittlichen Comicoutput von Verlagen wie DC. Und trotzdem sind es immer noch zu viele Serien, als das man alle haben könnte.
Schade!
C
U
In the Funny books

Sonntag, März 06, 2005

Ein Brett im Stein:

Ich muss etwas gestehen.
Ich bin ein Fan des Eidalon Verlags. Ich kaufe regelmäßig Produkte dieses Verlages und fühle mich im höchsten Maße von seinem Programm unterhalten. Und ich muss mich fragen, wieso?
Eigentlich könnte man meinen, das alles gegen die fortgesetzte Existenz des Verlags spricht. Ich meine, wir haben hier einen Verlag, der weder Sachen von DC noch von Marvel noch von Image veröffentlicht. Im Gegenteil:
Hauptsächlich veröffentlicht er Comics von US Verlagen wie „Antarctic Press“ oder „Oni Press“. Namen, die dem Durchschnittscomicfan nichts sagen dürften.
Dazu kommt noch, das diese Comics weder von einem Jim Lee gezeichnet oder einem Brian Michael Bendis geschrieben werden. Namen wie „Fred Perry“, „Ben Dunn“ oder gar „Joseph Wright“ dürften für Unverständniss sorgen. Höchstens „Greg Rucka“ dürfte bekannt sein. Aber wenn man dann von „Queen & Country“ redet, ist wieder das Unverständniss da.
Eigentlich alles Fakten die gegen den Verlag sprechen. Und doch existiert er nun schon seit dem Jahr 2000 und veröffentlicht weiter fleißig ein breites Sortiment an Comics.
Und ich bin verdammt froh darüber!
Denn all die eben genannten Faktoren machen den Verlag so interessant für mich.
Mein Leben wäre wesentlich grauer wenn ich kein „Gold Digger“ lesen könnte. Ich würde mich langweilen, wenn ich auf „Queen & Country“ verzichten müsste.
Kurz gesagt, es würde mir etwas fehlen wenn Eidalon irgendwann einmal bankrott gehen müsste.
Ich lese „Gold Digger“ mit Genuß. Ich genieße Fred Perrys ungewöhnlichen Zeichenstil, der sowohl eine amerikanische als auch japanische Einflüsse aufweißt, und doch eigenständig ist. Ich genieße die Abenteuer von Gina und Brittany Diggers, die beide in einem Universum beheimatet sind, indem es nur so vor Paralleldimensionen, Lycanthropen, Magier und so wimmelt. Ich lese jeden Band mit Genuß und durchstreife die Seiten auf der Suche nach Anspielungen auf bekannte Comics, Fernsehserien oder Videospiele.
Ich genieße „Queen & Country“. Greg Ruckas Spionagegeschichten sind etwas besonderes. Sie sind realistisch, hart, düster. Diese Serie hat nichts mit James Bond gemeinsam. Und ich kann es kaum erwarten, bis der nächste Band auf den Markt kommt.
Ich habe mir die beiden „Twillight X“ Bände gekauft, trotz der starken Differenzen im Graphikstil. Dafür werde ich durch die Story entschädigt, die meistens leicht daherkommt. Ein guter Band für Zwischendurch.
Und ich freue mich wie wild auf „Halo & Sprocket“. Ich bin schonmal in den Genuß einiger US Ausgaben gekommen. Und ich kann die Serie wirklich nur jedem empfehlen! Vor allem weil die Frage beantwortet wird, ob das Glas halb voll oder halb leer ist. Nur soviel, die Antwort macht Sinn.
Die Serie handelt von einem Engel und einem Roboter, die gemeinsam mit einem normalen Erdenmädchen wohnen. Genug Stoff für irre und durchgedrehte Geschichten. Ich freue mich drauf.
Und dieses „sich drauf freuen“ ist es auch, was den Verlag so interessant für mich macht! Die Comics ragen über die sonst übliche Masse an Superheldenserien hervor. Und es beweist Mut, sich mit diesen Comics auf dem momentanten Comicmarkt zu behaupten.
Aber es scheint zu funktionieren. Gottseidank!
Soviel zum Thema Eidalon. Als nächstes werde ich eventuell mich auf den momentanen Prozess um die Supermanrechte kümmern.
Solange könnt ihr euch bei captionsML@yahoogroups.com anmelden. Und bei den Kommentaren direkt beim blog bitte beachten, dass das System auf die englische Sprache eingestellt ist. Das heißt, das Umlaute und das sz nur als Hieroglyphen dargestellt werden, es sei denn man stellt diese Buchstaben als html Code da.
In diesem Sinne
C
U
in the funny books.